,,Investment Banking’’

Shownotes

Als Mitbegründer des Wealth Managements der Deutschen Bank, ehemaliger Vorstand der BW-Bank und Beirat von Risiq spricht Thomas Rosenfeld über Erfahrungen aus Jahrzehnten in führenden Positionen des Finanzsystems.

Carsten und Max stellen sich vor – die Köpfe hinter risiq. Ein Tool, das Banken im Risikomanagement revolutionieren soll.

Carsten ist in über 100 Unternehmen investiert und hat Dinge erlebt, die man kaum glauben kann. In dieser Folge packt er aus: Von Erfolgen, die keiner kommen sah – bis zu Momenten, die völlig verrückt klingen.

Und wie kam Max ins Spiel? Eine Begegnung, die eigentlich nie passieren sollte — und jetzt zu einem gemeinsamen Projekt führt, das das Bankwesen auf den Kopf stellen könnte.

Gemeinsam starten die beiden jetzt diesen Podcast, um zu zeigen: 🚀 Innovation entsteht nicht in der Comfort Zone 💡 FinTech braucht mehr Mut 🎙 Und Gründerstories müssen öfter erzählt werden

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00:00:00: Würdest du heute noch empfehlen, Banker zu werden?

00:00:02: Gute Frage.

00:00:03: Wenn du auf einer richtig hohen Ebene bist, vergleiche ich immer mit Fußballtrainerinnen.

00:00:09: Wenn du in der Champions League nicht performst, ist die Trainerperson raus.

00:00:14: Boom, sofort.

00:00:15: Aber wo machst du das halt in solchen Gebieten?

00:00:18: Das finde ich immer ist eine sehr schwierige Frage.

00:00:19: Kann

00:00:19: man Trainerperson sagen?

00:00:20: Bitte?

00:00:21: Kann man Trainerperson sagen?

00:00:22: Habe

00:00:22: ich jetzt gerade gesagt, ja.

00:00:24: Heißt das dann nicht Trainerinnenperson?

00:00:25: Nein.

00:00:27: Es ist die Trainerperson.

00:00:28: Okay.

00:00:37: Hallo und herzlich willkommen.

00:00:39: Servus.

00:00:39: Wir sind wieder bei dem ungeschripten Podcast.

00:00:42: Karma von Carsten und Max und heute als Gast.

00:00:46: Also mittlerweile sage ich es ja wirklich immer.

00:00:48: Es ist immer ein besonderer Gast oder eine besondere Gästin.

00:00:52: Lange Rede kurzer Sinn ist es da.

00:00:53: Thomas Rosenfeld, unser Beirat.

00:00:56: Mitbegründer des Wealthmanagements der Deutschen Bank.

00:01:00: ... ehemaliges Vorstandsmitglied der BW Bank ... ... und mittlerweile heute ... ... Beirat von uns.

00:01:06: Herzlich willkommen, Thomas Geil, ... ... dass du es eingerichtet hast.

00:01:09: Vielen Dank, Max.

00:01:10: Hallo, Carsten, ... ... ich freue mich auch immer, ... ... ich besuche

00:01:13: dich.

00:01:13: Vor

00:01:13: allen Dingen, wir können jetzt auf jeden Fall ... ... so tun, als würden wir uns jetzt ... ... den ganzen Tag noch nicht gesehen haben, ... ... aber bei Thomas Carsten und ich waren ... ... erst davor bei einem, ... ... was war das, eine Strategie, ... ... Beirat, sonst was Meeting, ne?

00:01:23: Ja.

00:01:23: Und auf jeden Fall ... ... war es uns eigentlich ein sehr ... ... wichtiges Anliegen, ... ... dass Thomas mal mit dabei ist, weil ... Dadurch, dass wir ja mit dem Podcast eigentlich Transparenz schaffen möchten, finde ich, hast du als Person generell auch in Medien, wenn man dich googelt, finde ich viel zu wenig Aufmerksamkeit oder keine Ahnung, Historie in den Medien für das, was du eigentlich geleistet hast.

00:01:43: Weil, als du mir mal privat erzählt hast, was du so gemacht hast, fand ich das so crazy, was da alles in deiner Vita mit dabei war, dass ich wirklich dann auch echt gesagt habe und ich bin echt eine Großfresse.

00:01:53: ... eher fürchtig, habe dich direkt angerufen, ... ... habe ich direkt am nächsten Tag gemacht, ... ... habe gesagt, Alter, weißt du eigentlich, ... ... was der Thomas alles gemacht hat ... ... und was der auch über die letzten Jahre ... ... da umgesetzt hat und bla bla bla, ... ... finde ich wirklich krass ... ... und deswegen sitzen wir heute zusammen.

00:02:06: Thomas, ... ... wieso bist du Banker geworden?

00:02:10: Also warum macht man so was?

00:02:13: Ich bin wieder der einzige Nicht-Banker im Raum, wie so oft.

00:02:16: Jetzt könnte ich sagen, ... ... eigentlich wollte ich gar kein Banker werden, ... ... wollte ich auch gar nicht.

00:02:21: Also ich habe ... ... eher was gesucht, wo ich ... ... vielleicht ein bisschen was mit meiner Händearbeit tun kann ... ... und bin dann zu Beginn meiner Berufszeit ... ... eigentlich erst mal in der Industrie gelandet ... ... bei Billfinger und Berger, ... ... die kommen ja auch her aus Mannheim, ... ... das fällt

00:02:38: mir jetzt gerade auf.

00:02:39: Ja,

00:02:39: Ausbildung als Industriekaufmann ... ... und wollte dann eigentlich studieren ... ... und so, klassisch BWL ... ... und was man so halt dann in dem Alter ... ... so üblicherweise für Gedanken hat.

00:02:50: Und dann ist mal die Bundeswehr dazwischen gekommen.

00:02:52: Damals gab es ja noch den Dienst an der Waffe sozusagen, den man ableisten musste als Grundwehrdienst.

00:03:01: Und ja, witzigerweise habe ich da mit dem Banker zusammen auf der Stube gelegen und der hat mir irgendwie erzählt, wie toll und cool es ist eigentlich, Banker zu sein und zu werden.

00:03:14: Das heißt, die Bundeswehr hat dann Leben verändert.

00:03:16: Die Bundeswehr hat in dem Fall mein Leben verändert.

00:03:18: Leute geht zum Bund, nein, nein, nein.

00:03:21: Es verändert euer Leben.

00:03:24: Ich distanziere mich von dieser Aussage.

00:03:28: Ich

00:03:28: will nichts bezüglich Bund oder sonst was.

00:03:30: Und außenpolitischen Themen, geopolitischen Themen da sagen.

00:03:32: Ne, aber es war einfach, es war eine coole Zeit da.

00:03:35: Wo warst du?

00:03:35: Wir hatten in Wetzlar.

00:03:38: Welche Einheit, was war das?

00:03:39: Nachschub-Ausbildungskompanie.

00:03:41: Aha.

00:03:41: Was ist das?

00:03:43: Ja, das sind die, die halt diejenigen, die vorne irgendwie an der Front wahrscheinlich dann mal tätig sind, mit Sachen versorgen, ob das jetzt Lebensmittel, Kleidung, Waffen, sonst was ist.

00:03:56: Also den Nachschub organisieren, um das da, wo die Kampfeinsätze stattfinden, halt alles am richtigen Platz ist.

00:04:03: Und ich war damals eigentlich nur in der Grundausbildung die drei Monate und wurde dann gefragt, ob ich Hilfsausbilder werde.

00:04:11: möchte und habe dann sozusagen bin dann direkt in der Ausbildungskaserne geblieben und habe dann die nächsten folgenden Rekruten, die nach mir kamen, halt geholfen mit auszubilden.

00:04:20: Das Vokabular hat die nächsten folgenden Rekruten.

00:04:24: Ich hab's da vorne auch gerade.

00:04:26: Heute kamen zwei nächste folgende Rekruten, wurden heute eingestellt.

00:04:31: Okay, krass.

00:04:31: Nee, und so bin ich damals auf das Banking aufmerksam geworden.

00:04:35: Und dann haben wir uns da ein bisschen unterhalten, weil der Hintergrund war kurz befreucht zum Bund gegangen bin.

00:04:43: Habe ich mich damals schon verheiratet.

00:04:46: Und

00:04:47: wie alt warst du da?

00:04:48: Im Zweiundzwanzig.

00:04:49: Du hast mit Zweiundzwanzig geheiratet.

00:04:53: Und dann wollte Billfinger, dass ich nach der Bundeswehrzeit direkt nach Nigeria gehe.

00:04:59: Für Billfinger Berger

00:05:01: als Industriekaufmann.

00:05:02: Und das wollte ich aber nicht.

00:05:03: Die haben dann Werk.

00:05:04: Nein, die haben da eine Baustelle gehabt.

00:05:06: Also wo man dann als Kaufmann quasi hingegangen wäre und hätte dort halt... Ja, irgendwelche Tätigkeiten.

00:05:14: Das Projektcontrolling oder was?

00:05:16: Ja,

00:05:16: was ich da genau gemacht hätte, weiß ich nicht.

00:05:18: Ich bin ja nie hingegangen.

00:05:19: Ich

00:05:19: finde das voll abstrakt gerade.

00:05:20: Ich komme nicht aus der Branche.

00:05:21: Ich habe keinen Plan.

00:05:22: Was machst

00:05:22: du?

00:05:23: Ja, die haben irgendein Großprojekt da gebaut.

00:05:26: Was das damals genau war, da kann ich mich tatsächlich nicht erinnern.

00:05:28: Die Stauda mit

00:05:29: Hitzwerk, die haben immer so riesen Dinger da gebaut.

00:05:31: Und die andere?

00:05:32: Die

00:05:32: Dingerberger, ja, ganz viel.

00:05:34: Die andere Alternative wäre dann noch Libyen gewesen.

00:05:36: Dann habe ich gedacht, ne, also beides kommt für mich nicht infrage.

00:05:40: Und dann guckst du doch mal, ob du nicht vielleicht doch irgendwie Richtung Bank dich weiterentwickelst.

00:05:47: Und das war dann tatsächlich eine ganz witzige

00:05:49: Geschichte.

00:05:49: Welches Jahr war das ungefähr?

00:05:50: Da weiß ich gar nicht, ob das da war, weil Nigeria hat ja riesige Giga-Cities mittlerweile, wirklich mit fifteen, zwanzig Millionen Einwohnern.

00:06:02: Das weiß ich gar nicht, wie damals der dieser Status quo war.

00:06:05: Kann ich dir heute auch nicht mehr sagen.

00:06:07: Ach krass, ja.

00:06:08: Aber witzig ist eigentlich, was danach kommt, so als kleine Anekdote.

00:06:13: Weil dann war ja die Frage, wie komme ich denn jetzt in eine Bank rein?

00:06:18: Weil ich habe gar kein Banker gelernt und BWL hatte ich ja dann auch noch nicht studiert.

00:06:22: Und dann haben wir das irgendwie Sonntagsnachmittag mit damals meiner Schwiegeroma irgendwie so diskutiert.

00:06:31: Und die hat dann gesagt, ach, ist auch gar kein Problem, Thomas.

00:06:34: Ich bin ja Hundesitter.

00:06:36: Bei einem der Vorstände von Vorgänger-Institut der heutigen DZ Bank.

00:06:42: Und ich frage den einfach mal, ob der nicht Lust hat, dich mal kennenzulernen und organisiert das für dich.

00:06:48: Dann stellst du dich bei dem vor.

00:06:49: Und wenn du das gut machst, dann hast du vielleicht eine Chance, bei der Bank reinzukommen.

00:06:53: Und

00:06:54: damit... Kommst du rein.

00:06:56: Der hat mich ... Nee, nicht als Hund.

00:06:58: Wie auch immer.

00:07:00: Und der hatte damals einen Gestüt.

00:07:04: Da hat er mich gegen eingeladen, sondern das Nachmittag auch zum Kaffee.

00:07:07: Ah, sorry, mal ganz kurz.

00:07:10: Wie schick ist das denn?

00:07:12: Also können wir mal ganz kurz, egal, ob es gute Zeiten, schlechte Zeiten, was auch immer.

00:07:16: Aber wie krass bist du eigentlich, dass du jemanden zum Bewerben hast?

00:07:20: Kommst du vorbei, kommst du zu meinem Geschmack.

00:07:23: Also sorry, jetzt guck ich mal kurz zur Produktion.

00:07:25: Wie krass ist das gerade, dass einer so einen gestüteten Stand da einlädt?

00:07:29: Ja, das war auch krass.

00:07:30: Also ich bin da dahin.

00:07:32: Haben die so krass verdient damals?

00:07:33: Ja, der war anscheinend schon.

00:07:35: Dann vergleichsweise ja mehr als die heute.

00:07:39: Das war jetzt nicht riesig groß, aber der hatte da schon ordentlich Stallungen und so weiter.

00:07:44: oder hat er auch gewohnt.

00:07:46: Und ja, dann haben wir da ein richtiges Bewerbungsgespräch geführt.

00:07:49: Und ich würde sagen, das war bis heute eines der härtesten Gespräche, die ich je geführt habe.

00:07:53: Der hat sich wirklich zwei Stunden da echt in die Mangel genommen.

00:07:57: Und am Ende hat er dann gesagt, ja, okay, Rosenfeld, das ist ordentlich, was Sie jetzt hier, wie Sie sich hier präsentiert haben.

00:08:05: Ich schaue mal, was ich für Sie machen kann und was wir eventuell hinkriegen, ist, dass Sie ein Trainierprogramm in einer Volksbank bekommen.

00:08:12: ... und da nochmal sozusagen von der Pieke auf ... ... dann ran müssen, ... ... aber das was ich Ihnen anbieten kann.

00:08:20: Dann habe ich gesagt, ... ... ja okay, ... ... auf den die lasse ich mich ein ... ... und dann ... ... kam kurz danach die Einladung ... ... von der Frankfurter Volksbank ... ... und die haben mich dann auch wieder ... ... zu einem Vorstellungsgespräch ... ... und haben mir dann genau wie er gesagt hat ... ... für zwölf Monate ein Trainierprogramm ... ... angeboten, ... ... wo ich dann nochmal alle Abteilungen ... ... durchlaufen habe mit ... ... dann drei Monate auf dem Paket damals ... ... an der Frankfurter Börse.

00:08:44: Damals sind ja richtig da noch die ... ... Orders direkt an der Börse auch gehandelt worden, ... ... ist ja natürlich heute, dass das alles nur ... ... computermäßig abgelaufen ist.

00:08:52: Ja, und so bin ich dann eigentlich ... ... erst ins Banking reingekommen.

00:08:56: Krass, und dann bist du bei der, also ... ... jetzt umfimiert, der Z-Bank gelandet?

00:09:01: Nee,

00:09:01: damals, die Z-Bank war ja schon das ... ... Spitzeninstitut, also Vorgängerinstitut davon ... ... und angefangen habe ich dann bei der ... ... Frankfurter Volksbank, die gibt es ja heute noch.

00:09:09: ... ist ja eine der größten Volksbanken in Deutschland.

00:09:11: Und wie bist du zur deutschen Bank gekommen?

00:09:15: Weil ich finde, ich würde unbedingt gerne auf darauf zu sprechen kommen, ... ... wie es überhaupt dazu kommt, dass du mit zehn Leuten ... ... diesen Gedanken des Wealthmanagement gründest.

00:09:23: Ich finde das crazy eigentlich.

00:09:25: Die, ja gut, Deutsche war dann tatsächlich gar nicht so spektakulär.

00:09:30: Das war einfach eines Morgens, da saß ich da in meiner kleinen Volksbank-Filiale und hab dann jeden Tag das Handsblatt aufgeschlagen.

00:09:37: Damals hat man ja noch nicht online irgendwie sich die Sachen angeguckt.

00:09:39: Damals hat man auch in der Papierzeitung die Dinge sich angeguckt.

00:09:44: Kennst du auch noch?

00:09:45: Ja, ja, mach ich heute noch.

00:09:48: Und an eines Tages, eines Tages stand da eine Anzeige.

00:09:51: Grenzen sind nur die, die man sich selbst setzt.

00:09:54: Das weißt du so genau?

00:09:55: Das weiß ich von heute noch ganz genau.

00:09:58: und kommen sie zur deutschen Bank.

00:10:00: Und dann habe ich mich davon angesprochen gefühlt und habe gedacht, okay, die meinen mich, da bewerbst du dich jetzt.

00:10:05: Ich habe gesagt, okay, du hast jetzt kein Banker gelernt, du machst jetzt hier berufsbegleitend noch ein Studium, dann bist du bei so einer kleinen Volksbank, aber probierst es einfach mal aus.

00:10:15: Ja, dann habe ich eine Ahnung.

00:10:16: Hast du

00:10:16: da noch berufsbegleitend im Studium?

00:10:18: Wie lange warst du dann dabei der Volksbank?

00:10:20: Da bei der Foxbank war ich anderthalb Jahre.

00:10:22: Also immer noch in deinem Trainingprogramm?

00:10:24: Ja, ja.

00:10:25: Was hat dann wohl der Typ mit dem Gestüt gedacht?

00:10:28: Ja gut.

00:10:29: Das war, ja gut, die wollten wir danach halt klassisch, also ich hatte nach einem Jahr das Trainingprogramm beendet und sollte danach halt klassisch auf so eine Filiale gehen und da Kunden beraten und so weiter, was ich auch gemacht habe.

00:10:41: Aber dann habe ich halt gedacht, okay.

00:10:43: Wenn die Deutsche da schon so eine Anzeige schaltet, probierst du halt einfach mal aus.

00:10:47: Das war eher so nicht, weil ich da weggeholte, sondern einfach, weil ich gedacht habe, komm, das probierst du einfach mal aus.

00:10:52: Und so bin ich dann über diese Anzeige und über das Gespräch dann bei der Deutschen Bank gelandet, nineteenhundert, neunneunzig.

00:10:58: Einenneunzig

00:11:00: Deutsche Bank.

00:11:01: Das stelle ich mir vor wie Sodom und Gomorra.

00:11:06: Das war damals die Institution im Banking.

00:11:10: Ja,

00:11:10: ich stelle mir da wirklich so wie... Ja, aber

00:11:11: auch weltweit, das war noch Top Ten-Bank.

00:11:14: Mit dabei sind sie rausgeflogen seit langem, aber damals war das... Ich meine, das ist ja meine Zeit auch gewesen.

00:11:20: Der war Deutsche Bank, das war da wohl jeder hin, das war das McKinsey von den Neunzigern.

00:11:24: Ja,

00:11:25: echt?

00:11:25: Mhm, schon.

00:11:27: Ja, das war schon.

00:11:28: Ja, ich weiß,

00:11:28: also genau, du hast ja auch wirklich, die Deutsche Bank hat auch wirklich Kultfiguren, zum Beispiel Daimler Chryssel, die wohl, glaube ich, auch über die Deutsche Bank abgewickelt, oder?

00:11:37: Ja, guter Bund.

00:11:39: Also, ich mein, so richtig weltbekannte Dinge, die Thematiken mit Ackermann, ne?

00:11:42: Auch einer der größten.

00:11:43: Ja, frohes

00:11:43: Kammer ist viel später.

00:11:45: Herrmann

00:11:45: Josef Abst, Legender, Lex Abst, Begrenzung von Aufsichtsratmandaten kam deswegen, weil die Deutsche Bank ja in quasi jeder großen deutschen AG drin war und auch ja Aufsichtsrede drin hatte.

00:11:56: Ja, und dann legendär Hilmar Koppel.

00:11:58: Ja, ich stelle das vor wie in Wall Street, der Film mit Charlie Sheen, wo die dann mit den Limousinen langfahren und...

00:12:05: Ja, das war schon, ja gut, das Investmentbanking, das kam erst Ende der Neunziger, als die Deutsche dann damals diese Fusion mit Bankers Trust gemacht hat.

00:12:16: Das war Ende der Neunzigerjahre.

00:12:18: Und da fing das ja erst so richtig an mit dem Investmentbanking.

00:12:21: Das war ja dann von zweitausend bis zweitausendzehn.

00:12:25: Das hat ja die Bank komplett grundlegend verändert damals.

00:12:28: Und da hast du da angefangen im... Das

00:12:30: war dann auch mit dem Anjushain die Geschichte.

00:12:32: Genau, genau, genau.

00:12:33: Ein Anjushain auch krasser Typ irgendwie, ne?

00:12:36: Es war ja, glaube ich, der erste... Das

00:12:37: war Etzend Mitchell und Anjushain.

00:12:38: Das waren die beiden, der Mitchell ist Ende der Neunziger in einem Flugzeug abgeschlossen.

00:12:43: Und der Anjushain war der, also erst mal...

00:12:45: Stillvertreter.

00:12:46: ...Rip.

00:12:47: Wie heißt der Mitchell?

00:12:48: Erzend Mitchell war der Aktienmann und Andrew Jane war der Fixed Income

00:12:52: Mann.

00:12:52: Und der Andrew Jane war ja der einzige Mitarbeiter der Deutschen Bank, der mehr verdient hat als die Vorstände.

00:12:58: Einfach, weil er so krasses Investment Banking in London, glaube ich, betrieben hat.

00:13:03: Ja, und auch in den Aufsichtsrat.

00:13:05: Und für mich war das dann...

00:13:06: Der ist ja später in den Vorstand dann.

00:13:07: Ja, genau, genau.

00:13:08: Nicht aufsichtsrat, sorry, Vorstand.

00:13:10: Dann ist er in den Vorstand gekommen, das werde ich nie vergessen.

00:13:12: Zu dem Zeitpunkt, als er in den Vorstand gekommen ist, bin ich zur Bank gegangen damals.

00:13:16: Und bei uns war das so, die hatten alle... Wirklich, heydet mich nicht.

00:13:20: Die hatten immer alle so ganz dicke Krawattenknoten.

00:13:22: Und der Anschuhgine, der hatte diese ganz dünnen Krawattenknoten.

00:13:26: Das sah so gut aus, wie der Typ.

00:13:27: Er hatte so einen Haifischkragen.

00:13:29: Der kam aus London einfach.

00:13:30: Und wir bei der Ausbildung haben dann immer gesagt, ach, da hat dicke Krawatte nix auf dem Kasten und so.

00:13:35: Und dann haben wir uns immer diese Krawatten so dünn wie möglich darunter geschnürt.

00:13:39: Also das wir wirklich dann haben, die wirklich die ganze Volksbank hatten es dann immer gehasst.

00:13:43: So, wie rennt ihr denn rum, so nach dem Motto, dann noch ein Einstecktuch, haben wir uns reingemacht mit achtzehn.

00:13:48: In diesen, alles war wirklich, aber ist geiler Typ.

00:13:51: Und hast du mit ihm auch Kontakt gehabt?

00:13:54: Wir haben uns in den Nullerjahren, hab ich zwei, drei Mal mit ihm persönlich auch Kontakt gehabt, dann später, ja, im Workmanagement.

00:14:00: Das finde ich

00:14:00: wie ein Superstar.

00:14:01: Ja, das war er auch auch in der Bank.

00:14:03: Das war schon eine Lichtgestalt, definitiv.

00:14:05: Und

00:14:06: der Ausstrahlung?

00:14:07: Ja, der Ausstrahlung.

00:14:08: Wenn der in Raum betreten hat, dann wusstest du ... Da ist jetzt jemand im Raum.

00:14:13: Und auch die Art, wie der wieder mit den Leuten gesprochen hat.

00:14:16: Also auch vom Intellekt her und so.

00:14:19: Also ich weiß noch, wir haben zweimal Business-Meetings mit dem gehabt.

00:14:23: Da haben wir bestimmt drei Wochen, fast Tag und Nacht, haben wir uns auf dieses einstündige Meeting vorbereitet.

00:14:29: Damit wir da alle fragen und alles was da irgendwie... ... kommen könnte, auf jeden Fall gewappnet sind ... ... und dann hat er drei Fragen gestätigt, ... ... die komplett

00:14:36: anders waren.

00:14:39: Aber das war schon echt ... ... heute wird man sagen eine coole Socke.

00:14:43: Okay.

00:14:45: Also auch cool.

00:14:46: Ja,

00:14:46: er war echt cool.

00:14:47: Geil,

00:14:47: aber ich finde nicht so schön, dass du ... Ist

00:14:49: der nicht der Grund, warum es dann auch ... ... der Smurriki gibt, den Sushi da?

00:14:53: Das wird sich zumindest so erzählt.

00:14:54: Genau, der wollte irgendwie ... ... also dann Vorstand wurde, ... ... war er, da muss der häufig in Frankfurt sein ... ... und der hat ja ziemlich ... Ja, klare Essensgewohnheiten gehabt und war ja auch der erste, der angefangen hat.

00:15:08: Damals ging das ja los mit diesen Zehntausend Schritten und Schrittzähler und hatte da so ein Variable, wie man heute sagt, als erster da am Arm und so weiter.

00:15:15: Wie

00:15:16: hat er die Schritte überhaupt geschafft?

00:15:17: bei dem Arbeitspensionen?

00:15:17: Und

00:15:18: dann hat man gesagt, okay, die Kantine hat für ihr nicht gepasst und er wollte halt ein Restaurant, wo er halt entsprechend auch asiatisch gut essen kann.

00:15:25: Und dann wurde das Morike der Unreiz.

00:15:28: Win-win-Situation.

00:15:29: Ich meine, Moriki hat die Deutschen Banktower, finde ich, auch noch mal richtig geil belebt als Institution, als Inladen.

00:15:36: Wer ist heute schon ein Intreff in Frankfurt?

00:15:39: Ja.

00:15:39: Voll.

00:15:40: Aber gibt es das Moriki noch?

00:15:41: Ja, klar.

00:15:42: Haben

00:15:42: wir letzt bei JP, haben wir eine Suche von Moriki?

00:15:44: Ja,

00:15:44: ja, aber ich weiß nicht, ob irgendwann mal die Gerüchte aufkam, dass der Deutsche Banktower Moriki jetzt Miete nicht mehr läuft.

00:15:50: Hab ich irgendwann mal...

00:15:52: Gut, das weiß ich jetzt nicht.

00:15:53: Aber gut, wir wollten ja zurückkommen auf...

00:15:55: Ja, ja, aber so geht es hier in den Podcast.

00:15:58: Du driftest ab, da passiert alles.

00:16:00: Das ist noch nicht mehr richtig abgedriftet.

00:16:01: Ja, also warte mal ab, wenn wir später noch mal erzählen, reden wir auf der einen Seite wahrscheinlich über den Steakessen, auf der anderen Seite, wie der Karsten nicht Autofahren kann.

00:16:09: Ja, der Max, der ist fast sehkrank geworden und schwer geplant bin.

00:16:12: Bleiben wir aber im Kontext.

00:16:13: Chrissy, meine Frau wiesen, was ich meine.

00:16:15: Ah,

00:16:16: und jetzt, sorry, jetzt haben wir einen Kontext komplett verloren, ich möchte kurz grüßen.

00:16:19: ... zwei unserer Hörer möchte ich grüßen.

00:16:22: Einmal einen Hörer, ... ... den ich gar nicht persönlich richtig kenne, ... ... der mir aber jeden Donnerstag schreibt, ... ... wo bleibt die Folge, ... ... und ich ihm wieder jedem Donnerstag schreibe, ... ... die Folge kommt nur jeden zweiten Donnerstag.

00:16:33: Ich

00:16:33: freu mich, Donnerstag kommt zu.

00:16:35: Also, Luis, grüße gehen an dich.

00:16:38: Wir sind am Schreiben.

00:16:39: Und grüße gehen auch an Daniel.

00:16:40: Vielen Dank, dass du jedes Mal ... ... den Podcast hörst.

00:16:43: Jetzt grüßen wir dich sogar mal.

00:16:44: Das heißt, wenn du dich uns jetzt gerade ... ... wo auch immer du bist, hörst ... ... der Gruß geht an dich.

00:16:49: Und jetzt geht es weiter im Kontext.

00:16:51: Deutsche Bank, ... ... was hast du da genau gemacht?

00:16:53: Du bist als Aktienberater, ... ... als Anlageberater.

00:16:56: Also Anlageberater.

00:16:57: Damals hieß es noch ... ... privates Anlagemanagement, ... ... das war noch deutsch.

00:17:02: Da habe ich so die ersten ... ... zehn Jahre meiner insgesamt ... ... vierundzwanzig Jahre bei der Deutschen Bank ... ... dann ganz normal im Kundengeschäft verbracht, ... ... bin dann halt klassisch über ... ... Berater eingestiegen ... ... und habe mich dann sukzessive ... ... über Führungsaufgaben ... ... dann in der Hierarchie weiter nach oben gearbeitet.

00:17:22: Sonst hast du richtig Kunden beraten, ... ... hey, kaufen Sie die Aktie hier, ... ... haben wir eine Hausmeinung?

00:17:26: Ja, genau, genau.

00:17:27: Und

00:17:27: gab es da Hausmeinungen, ... ... oder konntest du deine eigenen Aktien verkaufen?

00:17:30: Ja,

00:17:30: gut, das fing in den Neunzigern, ... ... in den Neunzigern fing das so an ... ... mit der Hausmeinung.

00:17:34: Und davor war das ja, ... ... in den Achtzigern war das eher so ein bisschen ... ... Wildwuchs.

00:17:38: Und in den Neunzigern wurde das ... ... mehr und mehr strukturierter, ... ... dass man halt, wir hatten ja auch ... ... eine super Research-Abteilung ... ... von den Deutschen.

00:17:47: Da wurden wir schon echt top unterstützt.

00:17:50: Damals, mein einundneunzig kam dahin, da saß ich dann an meinem Schreibtisch, also wir waren da so, das waren eigentlich heute würde man sagen so Händler Arbeitsplätze, wo jeder so Meter breit nur Schreibtisch hatte, saßen wir vier Leute nebeneinander und vor dir hattest du drei Bildschirme.

00:18:06: Was sieht das aus?

00:18:06: Genau so aus hin.

00:18:09: Also ich kam aus meiner kleinen Volksbank und bin da da hingekommen und dachte so, wow, jetzt bist du in einem ganz anderen Setup hier angekommen.

00:18:17: So habe ich da die ersten zehn Jahre verbracht.

00:18:22: Und ja, das war, du wolltest ja eigentlich auf das Worth-Management-Thema hinaus.

00:18:27: Aber was war,

00:18:28: wir können ja auch wirklich sukzessive dabei angehen, weil ich finde das echt, der Thomas, finde ich, hat einen Talent.

00:18:32: Selbst einfach rudimentäre Dinge, sehr spannend.

00:18:35: ... zu erzählen, finde, also ich für mich persönlich, ... ... ich finde, wenn du was erzählst, ... ... wiegt es auf mich immer sehr spannend, ... ... muss ich sagen, ich höre da gern zu.

00:18:41: Das heißt, du hattest da deine Händlerschreibtische ... ... und dann bist du zu den Kunden gegangen ... ... oder sind die Kunden zu dir gekommen?

00:18:48: Ja, gut, das war, ...

00:18:48: ... ich kann mir das nicht ganz vorstellen, ... ... das ist eine

00:18:50: Filiale.

00:18:50: Ja, das war, das war, ich kam da hin ... ... und dann hieß es so, ja, ... ... wir wollen ja mit ihnen gemeinsam hier auch ... ... neue Kunden gewinnen und so weiter ... ... und sie sollen neues Kundenbuch natürlich aufbauen.

00:19:02: Und hier haben sie erstmal so dreißig Kunden, mit denen können sie ja mal anfangen und sich dann klassisch über Empfehlungsname und so weiter, dann halt weiter ihren eigenen Kundenstamm aufbauen.

00:19:13: Dann habe ich mir das so zwei, drei Monate angeschaut und damals war es tatsächlich noch so, dass neue Kunden von sich aus in die Bank gekommen sind.

00:19:22: Und zwar kamen die immer mittags, so zwischen zwölf und zwei in ihrer Pause.

00:19:29: kam die da hin.

00:19:31: Das war damals bis zu einer Rolltreppe von der klassischen Filiale, bis zu einer Rolltreppe hoch ins private Anlagemanagement gefahren.

00:19:37: Dann saßen oben zwei ältere Damen, die haben diese Kunden oder auch Neukunden dann in Empfang genommen.

00:19:43: Finde ich gut, dass sie das gemacht haben.

00:19:44: Ich schwöre dir heute bei neun, neun Prozent aller Banken würden die sagen, weg, wir machen Mittag, weg.

00:19:50: So, und dann saßen die beiden Damen da, wie gesagt, zwei ältere, sehr charmante Damen, die haben das super gemacht.

00:19:57: Und als ich das spitzgekriegt hab, wie das läuft.

00:20:00: Hast du

00:20:00: dahin geguckt?

00:20:01: Nee, bin ich dahin.

00:20:02: Ich bin dann erst mal mit den beiden Damen zur Mittagessen gegangen.

00:20:06: Hab dann geguckt, was die gerne so an Süßigkeiten essen.

00:20:09: Hab die mit Süßigkeiten versorgt.

00:20:11: Und hab dann gesagt, also, gar kein Problem, wenn da neue Kunden mit das kommen.

00:20:15: Ich bin immer da, ich esse mit das nie was.

00:20:17: Und bin dann immer an meinem Platz erreichbar.

00:20:19: Und wenn neue Kunden kommen, könnt ihr mich gerne anrufen.

00:20:22: Und mir die Kunden zuleiten.

00:20:24: Geil.

00:20:24: Und dann hab ich.

00:20:25: innerhalb von vier, fünf Monaten hatte ich dann fünfzig, sechzig Kunden.

00:20:29: Und was haben die alle so angelegt?

00:20:30: Weil das keiner außer dir gerafft?

00:20:31: Nee, anscheinend.

00:20:33: Aber ich schwöre, sie hat

00:20:33: es überwiegend handiger

00:20:34: Kunden.

00:20:35: Die waren satt.

00:20:36: Satt und betriebsblind halt.

00:20:37: Was

00:20:37: machen satte Menschen?

00:20:39: Braten sich kein Steak.

00:20:41: Braten sich kein Steak.

00:20:42: Es kommt

00:20:43: sogar aus dem Off.

00:20:44: Was ist Off?

00:20:45: Aus dem Off.

00:20:47: Versteh ich nicht, aber ...

00:20:48: Off ist ... Off ist halt nur vier.

00:20:52: Ach so, du hast es grad auch noch gesagt.

00:20:54: Ah, okay, das ist noch auf dem Ton drauf.

00:20:55: Irgendwo hat irgendjemand noch gesagt, braten Sie sich kein Steak gleichzeitig mit mir.

00:20:58: Genau.

00:20:59: Zur Erklärung.

00:21:00: Und dann hast du deine Kunden dann gehabt, was von dir gelegt.

00:21:02: Wie viel Geld haben die angelegt?

00:21:03: Pimal Daumen.

00:21:03: Dass die überhaupt zu dir kommen konnten.

00:21:05: Ja, damals war, das fing das ja auch erst an mit den Größenordnungen und so weiter.

00:21:08: Das, das, klar, damals war, gab es ja noch die D-Mark.

00:21:12: Das ging dann mit paar hunderttausend Euro, klar, D-Mark dann los.

00:21:16: Und war natürlich teilweise schon auch Kunden, die dann im Millionenbereich waren, die schönste.

00:21:20: ... Akquise in Anführungsstrichen, ... ... an die ich mich heute noch zurück erinnern kann, ... ... dann rief mich, ... ... als ich dabei war, ... ... ich fasse schon, ... ... ja, glaube ich da, ... ... rief mich jemand an und sagte, ... ... ja, Herr Rosenfeld, ... ... wir kennen uns

00:21:33: ja ... ... sagen die immer Rosenfeld, ... ... nicht Herr Rosenfeld?

00:21:36: Ja, Herr Rosenfeld.

00:21:36: Ach so, Herr Rosenfeld.

00:21:37: Herr Rosenfeld, ... ... wir kennen uns ja noch ... ... aus der Zeit bei der Frankfurter Volksbank, ... ... ich bin der und der, ... ... und ich konnte mich tatsächlich ... ... auch noch an denen erinnern.

00:21:45: Und ... ... meine Eltern haben ihm Lotto gewonnen.

00:21:49: Ist nicht wahr.

00:21:49: Nein.

00:21:50: Und die haben jetzt zehn Millionen D-Mark.

00:21:54: Zehn Millionen D-Mark.

00:21:56: Aber sie verstehen, ich möchte die jetzt nicht hier bei der Volksbank, wo uns jeder kennt und so weiter, wäre es eventuell möglich, dass sie mich als Kunde nehmen und ich das Geld bei ihnen anlegen

00:22:05: kann.

00:22:05: Das ist spitzig.

00:22:06: Und

00:22:07: dann habe ich den eingeladen mit seinen Eltern und dann haben wir da für die Eltern das Geld angelegt.

00:22:12: Das war so rührend und süß.

00:22:14: Da kann ich dich heute noch gerade erinnern.

00:22:15: Weißt du, du warst ja twenty-fünf Jahre da.

00:22:18: Weißt du, wo das Portfolio dann in zwanzig Jahren danach ist?

00:22:20: Das weiß ich nicht mehr, nee.

00:22:21: Das wäre jetzt geil gewesen zu sagen, Thomas Rostfeld macht aus ihrem Konto.

00:22:26: Das höre ich auch für dich jetzt.

00:22:27: Wie er aus zehn Millionen Lotto, hundert Millionen nach Lotto macht.

00:22:31: Nee, das weiß

00:22:32: ich.

00:22:32: Aber mal eine wichtige Frage, das heißt, du hast dann monatlang kein Mieter gegessen.

00:22:37: Das wäre kein Job für dich.

00:22:38: Nein.

00:22:39: Das ging aber ganz gut.

00:22:40: Ja, das gemachte

00:22:41: schon vorgegessen danach.

00:22:42: Entweder vorgegessen oder danach.

00:22:43: Was

00:22:43: hast du heute gegessen?

00:22:44: Bitte?

00:22:45: Was hast du jetzt gehört?

00:22:46: Heute

00:22:46: habe ich, glaube ich, durch der Fahrt ein Brot gegessen.

00:22:49: Und das Langsinn.

00:22:49: Dass mir meine liebe Frau geschmehlt hat.

00:22:52: Gruß an die Frau.

00:22:53: Gruß an die... Oh,

00:22:54: meine Frau hat mir einen Kaffee gemacht.

00:22:56: Höcht?

00:22:56: Das ist in der Thermos Karneval von meiner Frau.

00:22:58: Aber draufgedrückt auf die Maschine.

00:23:01: Sie hat noch die Kapsel reinschmeißen müssen.

00:23:02: Wir

00:23:03: hätten Nagler brischen.

00:23:04: Es waren

00:23:04: sogar zwei, also es waren doppelte Kaffee.

00:23:07: Und

00:23:07: sie hat den Salat geschnippelt.

00:23:08: Nicole,

00:23:08: danke auch an dich.

00:23:10: So ist es.

00:23:11: Ja, weil wir hatten heute keinen Mittag, ich musste im Meeting essen.

00:23:13: Ja, Karsten hat sich wirklich, er setzte sich ins Meeting rein, jetzt noch mal ein kurzer Exkurs, du merkst.

00:23:18: Er setzte sich ins Meeting rein, das war für mich, war das schon ein wichtiges Meeting, weil da ging es auch so ein bisschen um Spirit und Strategie.

00:23:24: Ja.

00:23:24: Und dann sitzt er da,

00:23:27: Salatschüssel,

00:23:27: so eine Lieder in der Salatschüssel nebendran, guckt, wir machen das Meeting und Punkt zwölf Uhr dreißig, macht er, zieht sich eine Schürze an, eine komplette Schürze im Meeting, holt sich seine Gabel raus und mampft aus... Also so eine Schüssel ist es.

00:23:44: Also so.

00:23:45: Lila eine Schüssel.

00:23:45: Und Mampft aus der Schüssel den Salat.

00:23:47: Mit seiner Schürze.

00:23:49: Im Meeting.

00:23:50: Ich hab gedacht, ich werde wieder nicht richtig.

00:23:52: Aber, naja... Hat kein

00:23:54: gestört, oder?

00:23:54: Nee, hat kein gestört.

00:23:55: Ich fand's einfach kultig.

00:23:56: Ich fand's geil.

00:23:58: Ich war hungrig.

00:23:59: Ja.

00:24:00: Aber vom Salatschrumpf der Beatseps.

00:24:02: Angeblich.

00:24:03: Ja, das war tunflüchtig.

00:24:04: Das hat mal ein Kollege gesagt, glaub ich, in Farid Banken vor zehn, fünfzehn Jahren.

00:24:08: Das sind zwei Deutsche Rapper.

00:24:10: Deutsche Bank, Anlageberatung, wie kommst du dann zu diesem Wealthmanagement?

00:24:14: Das gab's ja erst.

00:24:16: Du musst, glaub ich, klarstellen, Deutsche Bank waren die Ersten, die Wealthmanagement in Deutschland angeboten

00:24:21: haben.

00:24:21: Genau, nach dem privaten Anlagemanagement, nachdem man ...

00:24:25: Was ist denn der Unterschied?

00:24:26: Sorry.

00:24:27: Ja gut, damals hieß es eben ... War das einfach die Bezeichnung für ... Beratung von vermögenen Menschen.

00:24:35: Das hieß privates Anlagemanagement.

00:24:38: Also aber was ist denn der Unterschied?

00:24:39: Das war der Vorgänger von Private Banking.

00:24:40: Das wollte ich gerade sagen.

00:24:42: Ende der Neunziger fing das ja so langsam an, dass es mehr in Richtung Englischsprachig dann ging oder Englisches halt eingedeutscht wurde.

00:24:50: Und dann wurde eben aus dem privaten Anlagemanagement Private Banking, weil es auch andere so genannt haben.

00:24:56: Und dann kam die Fusion eben mit Bankestrust und so.

00:25:00: Da waren noch mehr die Einflüsse dann aus Amerika oder London.

00:25:06: Und dann hat die Deutsche Bank um die Nulljahre, Null, Zwei Tausend, Zwei Tausend Eins dann gesagt, okay, jetzt haben die Schweizer Banken, die zwei Großen, die es damals noch gab, die haben ja mittlerweile zu einer fasziniert, die UBS und die Kreditswiss gesagt, okay, wir fangen jetzt an mit Wealthmanagement.

00:25:25: In Deutschland gab es das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

00:25:28: und dann hat sich jeder gefragt, weil in Amerika gab es das halt auch schon, was ist denn jetzt Wealthmanagement?

00:25:34: Und Welfenmanagement war damals so definiert, okay, das ist jetzt nochmal für noch vermögendere Menschen gedacht, die halt ab fünf oder zehn Millionen Liquidesvermögen aufwärts sind, weil die stellen ganz andere Anforderungen.

00:25:49: Die brauchen nicht nur Bankprodukte, die wollen vielleicht auch in Immobilien beraten werden.

00:25:53: Die fangen an, in Private Equity zu investieren.

00:25:56: Die haben Unternehmensbeteiligungen.

00:25:58: Das kann der klassische Bankberater alles gar nicht abdecken.

00:26:01: Und das will man dann im Worth Management aber auch den Kunden in Deutschland anbieten.

00:26:05: Und bevor da jetzt die Schweizer kommen oder die Amerikaner und der Deutschen Bank die Kunden wegnehmen, will man das lieber selbst ins Leben rufen.

00:26:13: Und dann haben wir uns wirklich mit zehn Leuten damals im Airport Club in Frankfurt getroffen.

00:26:19: Wie wurdest du dafür ausgewählt?

00:26:22: Ich weiß nicht ob das Zufall war.

00:26:24: Ich hatte das Glück, sag ich mal, zum richtigen Zeitpunkt wahrscheinlich.

00:26:27: ... in dem Kreis dabei zu sein.

00:26:30: Ich war auch mit irgendeiner älteren Dame im Mittagessen ... ... als wir die Süßigkeit gegeben haben.

00:26:36: Das war

00:26:36: immer.

00:26:36: Aber wer hatte da die Leitung?

00:26:38: Irgendjemand muss sich dazu entscheiden.

00:26:39: Jo, wir machen das jetzt ... ... und ich brauche jetzt zehn Leute.

00:26:41: Warum warst du einer von den zehn Menschen ... ... von tausenden ...

00:26:44: Ja gut, weil wir damals in Deutschland ... ... sozusagen den Grundstein gelegt haben ... ... für dieses globale Wealthmanagement.

00:26:53: Es kam dann aus der Schweiz ... ... ein neuer Konzernvorstand.

00:26:56: ... und ich war damals, dann bin ich halt ... ... zwischenzeitlich aus dem Kundengeschäft rausgegangen ... ... und war dann in so eine Art ... ... zeichnen wir die Funktion Business Development ... ... oder CEO würde man heute sagen Funktion ... ... und habe dann mitgeholfen, ... ... erst mal das deutsche ... ... Worth Management quasi zu etablieren ... ... und dann kam eben der neue Konzernvorstand, ... ... der kam aus der Schweiz, ... ... von der Schweizer Bank, ... ... Josef Ackermann hatte den damals geholt.

00:27:25: Hast du auch mit Ackermann Kontakt gehabt?

00:27:26: Mit dem hab ich dann auch Kontakt gehabt, als wir die deutsche Plattform sozusagen aufgebaut haben.

00:27:35: Und der hat dann im Prinzip gesagt, okay, wir wollen uns jetzt hier in dem Kreis treffen.

00:27:41: Und ich war ja damals der Jüngste in dem Kreis.

00:27:44: Und wie das halt immer so ist, der Jüngste schreibt das Protokoll.

00:27:47: Und insofern hab ich damals das Gründungsprotokoll geschrieben.

00:27:51: Das ist geil.

00:27:52: Krass.

00:27:53: Krass.

00:27:53: Und dieser Typ, der Vorstand, also du warst der jüngste.

00:27:57: Wie viele Menschen hattest du damals unter dir?

00:28:00: Damals war das eine kleine Abteilung vielleicht, weiß ich nicht.

00:28:02: Fünf Leute, fünf, sechs Leute.

00:28:05: Und also das muss ja jemand genehmigt haben, das muss ja aufgebaut worden sein.

00:28:10: Du hast das Protokollgefühl, du hattest ja auch mal einen Vorgespräch, hattest ja auch mal gesagt, dass dich dann dieser Vorstand irgendwie dazu beauftragt hat.

00:28:16: Einfach als der Protokollführer musstest du vor Hunderten von anderen Bereitsleitungen dann irgendwie sprechen.

00:28:22: Was war das?

00:28:22: Ach nee, das war tatsächlich die deutsche Plattform.

00:28:28: Als CEO hatte ich ja die Aufgabe, den CEO damals, also der, der das World Management in Deutschland geleitet hat, entsprechend zuzuarbeiten.

00:28:42: Heute würde man sagen, ein Spin-off.

00:28:44: innerhalb der Deutschen Bank.

00:28:46: Das heißt, es war jetzt eine Neugründung eines Unternehmensbereichs innerhalb der Deutschen Bank.

00:28:52: Und wir wurden ja alle quasi aus dem damaligen Private Banking herausgenommen in eine neue Unternehmenseinheit, die da hieß Wealth Management, Private Wealth Management.

00:29:02: Und diese Entscheidungen hat man zwar auf Konzernebene oder Vorstandsebene getroffen, aber in Deutschland gibt es ja einen Betriebsrat.

00:29:10: Und der Konzernbetriebsrat, der musste dem ja zustimmen.

00:29:14: Und da musste dann halt in allen Details und Facetten, ich will die Zuhörer jetzt nicht langweilen, musste da halt eine Ausarbeitung gemacht werden, zig Seiten Powerpoint mit allen Facetten, wirklich wie wenn du neues Unternehmen gründest, Businessplan mit wie viele Leuten, was macht ihr da alles?

00:29:30: und so weiter und so fort.

00:29:32: Und das musste dann im Konzernbetriebsrat, das waren damals sechzig-siebzig Leute, die aus allen Bereichen der Bank da zusammen kamen, auch international vorgestellt werden.

00:29:42: Und ich meine Aufgabe stand darin, dem CEO vorzubereiten, dass der diese Präsentation halten kann.

00:29:49: Und ich habe bis an dem Abend vor dem fraglichen Termin versucht, den zu dem Termin zu bekommen, um ihn zu priefen und ihn damit quasi mit allen Informationen auszustellen.

00:29:59: Du

00:29:59: hast ihn die ganze Zeit nicht geprift und er wusste die ganze Zeit nicht, um was es genau geht.

00:30:04: Er

00:30:04: wusste zwar natürlich schon, wir haben uns innerlich natürlich ausgetauscht, aber er hat nie die Präsentation gesehen.

00:30:09: Und ich wollte ihm natürlich die Präsentation zeigen, weil ich erdachte, der präsentiert die am nächsten Tag.

00:30:13: Und dann bin ich am nächsten Morgen, um neun Uhr sollte das Meeting beginnen, um acht Uhr zu ihm ins Büro.

00:30:20: Und dann saß der noch da und hat telefoniert und so weiter.

00:30:22: Und die Uhr ging immer weiter und es wurde dann viertel nach acht, es wurde halb neun.

00:30:27: Und um zwanzig vor neun kam er dann quasi auf mich zu und sagte dann, ja, also wir müssen jetzt gleich in das Meeting.

00:30:33: Ich denke, du bist gut vorbereitet, fragt der mich.

00:30:36: Sag ich ja, ja klar, aber ich habe ja die Präsentation alles gemacht, aber ich wollte dich ja eigentlich vorbereiten.

00:30:40: Ja, das machen wir jetzt auf dem Weg nach oben.

00:30:42: Dann sind wir mit dem Fahrstuhl dann hochgefahren.

00:30:44: Und dann habe ich ihm noch zwei, drei kurze Sachen gesagt.

00:30:48: Und

00:30:50: dann sind wir

00:30:52: in den Raum rein und saßen da halt sechs bis siebzig Menschen.

00:30:56: Und dann wurden wir begrüßt.

00:30:59: Ich saß erst so nebenan der Seite und dann hat man ihn halt nach vorne gerufen.

00:31:05: Dann hat er kurz das Ganze anmoderiert und meinte dann, ja, ich habe jetzt meinen besten Mitarbeiter hier mitgebracht und der hat sowieso alles mit seinen Mitarbeitern ausgearbeitet.

00:31:16: Der weiß das sowieso alles viel besser wie ich.

00:31:18: Und der weiß zwar jetzt noch nicht, was ich Ihnen jetzt gleich sage, aber Thomas, kommst jetzt bitte nach vorne.

00:31:23: Du präsentierst das Ganze jetzt und

00:31:26: ich setze

00:31:27: mich dann eben an die Seite und so bin ich da halt quasi ins kalte Wasser dann halt reingesprungen und durfte das Ganze dann halt präsentieren.

00:31:33: Wie hast du

00:31:33: dich da gefühlt, ich hab mir die Hose gemacht.

00:31:36: Ja, das war schon, also klar, ich war natürlich aufgeregt, ich hatte Lampenfieber und... Vor allem vor

00:31:42: so einem Betriebsrat ist noch mal was anderes als wie wir damals bei Selfmade waren als Beispiel.

00:31:46: Ich finde, Betriebsrat ist ein härteres Publikum.

00:31:50: Keine Ahnung, hab keinen.

00:31:54: Nee, und dann, ja, da bist du natürlich aufgeregt, aber es war dann wie immer, nachdem dann irgendwie ein paar Minuten, so ist mir das auch später immer gegangen.

00:32:01: Also ich war eigentlich vor meinen Auftritten immer... Nervös, habe immer Lampenfieber gehabt, auch später, wenn ich mal viel mehr Menschen noch sprechen durfte.

00:32:10: Aber irgendwie habe ich es dann immer gut hingekriegt, so nach paar Minuten das für mich zu organisieren.

00:32:17: Und dann, wenn ich dann erst mal im Reden bin und bin dann auch im Thema, dann ist mir das egal, ob da jetzt zehn Menschen oder zweitausend vor mir sitzen.

00:32:24: Und dann haben die das bestätigt und dann hast du ja... Wir

00:32:27: haben dann quasi, das war eine Verhandlung, weil die mussten dem ja zustimmen.

00:32:30: Also wir haben dann den ganzen Tag verhandelt.

00:32:32: ... mussten dann über Nacht noch mal ... ... Dinge nacharbeiten, ... ... haben dann am nächsten Morgen ... ... noch mal so bis zehn, elf Uhr ... ... mit denen verhandelt, ... ... ab acht Uhr haben wir uns dann wieder getroffen ... ... und am Ende dieser Mamutsitzung ... ... kamen sie dann und haben gesagt, ... ... ja okay, wir stimmen dem allem zu ... ... und dann bin ich zu meinem Chef ins Büro, ... ... der hat ja nicht die ganze Zeit dabei gesessen ... ... und habe gesagt, okay, wir sind durch, ... ... ich kann voll Zug melden, ... ... wir können das Ganze jetzt umsetzen.

00:32:59: Und das fand ich damals auch wieder cool.

00:33:01: Dann ist der zu seiner Sekretärin, hat gesagt, okay, gib mir mal zwei, drei von unseren coolen Hotels, die wir so für Incentives machen und hat mir dann einen Gutschein in die Hand gedrückt.

00:33:13: Du gehst jetzt sofort nach Hause, gehst mit deiner Frau jetzt mal in Verlänger des Wochenende und ihr macht ein kleines Wellness-Wochenende als kleines Dankeschön, dass sie hier so einen coolen Job gemacht hat.

00:33:23: Das

00:33:24: ist echt cool.

00:33:25: Also

00:33:25: das fand ich damals... Das Kasten nochmal

00:33:26: als Incentive hier jetzt bei uns eingeführt, ne?

00:33:28: Urlaub.

00:33:30: Finde ich immer gut und denken die Leute an dich.

00:33:33: Moment mal ganz kurz, das könnte ja wieder so ein

00:33:35: gerades

00:33:36: Urlaub einführen, den Moment mal.

00:33:37: Der Kasten hat eingeführt, dass die Firma als Incentive sowas bezahlt.

00:33:42: Der Kasten dann nicht als Incentive Urlaub...

00:33:45: Wir haben was Neues dafür immer.

00:33:46: Wir kriegen fünf Tage im Jahr frei.

00:33:49: Oh, das gibt den nächsten Shitstorm.

00:33:52: Nee, spannend.

00:33:54: Wann hast du bei der Deutschen angefangen?

00:33:56: Einen neunzig.

00:33:57: Einen neunzig.

00:33:57: Und Banker warst du schon einen Jahr da?

00:34:03: Einen neunzig.

00:34:04: Einen

00:34:04: neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun...

00:34:06: Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun...

00:34:15: Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... Neun... ... der Vorstandsvorsitz ... ... von der Deutschen Bank ... ... von der RAF ermordet worden.

00:34:25: Habe ich gerade Abitur gemacht, ... ... da weiß ich das noch so.

00:34:27: Warum

00:34:28: wurde der eigentlich ... ... mit welchem Motiv ermordet?

00:34:29: Kapitalismus.

00:34:31: Also gegen Kapitalismus?

00:34:32: Die Deutsche Bank war ja schon immer, ... ... sage ich mal, der Erzfeind, ... ... der RAF und so weiter, ... ... weil die so eine hohe Präsenz ... ... in der Industrie hatten.

00:34:41: Ja, und deswegen meine ich, ... ... also der Deutsche Bank war schon ... ... toller Arbeitgeber, aber war auch, ... ... sage ich mal ... in gewissen Kreisen verrufen und das der anderen müssen oder aber bei der Deutschen und so weiter und so weiter.

00:34:52: Und es ist dann gegeben vom Alfred Herrhausen damals.

00:34:57: Macht das was mit ein?

00:34:57: Oder

00:34:58: er hat ja eine gepanzerte Limousine und so alles damals schon gehaut.

00:35:00: Er hat ja eine geholfen, die mit der Panzerfaust drauf geschossen.

00:35:03: Was haben die mit der Panzerfaust rausgelassen?

00:35:05: Die haben wir da in Frankfurt?

00:35:06: Nee, in Bad Homburg.

00:35:07: Der hat in Bad Homburg gewohnt, ist morgens von seinem Wohnort ... Mit einer

00:35:10: Panzerfaust?

00:35:11: ...

00:35:11: will von seinem Wohnort nach Frankfurt zur Arbeit fahren wollen.

00:35:14: Dabei haben sie ihn aufgelauert und haben das Auto mit einer Panzerfaust.

00:35:17: Aber

00:35:17: was soll das bringen, den Vorstand mit der Panzerfaust abzubealern?

00:35:21: Dann geht doch das System trotzdem weiter.

00:35:23: Hätten sie's ... Hätten sie's ... Ja, aber das war halt einfach ... ... mit einem jungen Zeichen zu setzen, was auch immer.

00:35:28: dann, ja.

00:35:28: ...

00:35:30: doch davor, also Hans-Martin Schleyer, ... ... das kannst du ja ewig weitertreten, ... ... das ganze Thema nur.

00:35:34: Es ist ja schon, dass das man auch immer ... ... dann der, wie gesagt, ... ... der Hilmar-Kopper mit seinem Peanuts-Kommentar, ... ... so war es da schon immer als ... ... deutscher Bankschiff, ... ... war immer der deutsche Bankschiff, ... ... der eben in der Presse stand, ... ... in den Medien stand und so weiter und so weiter.

00:35:46: Und macht man sich dann Kopf, ... ... wenn man in der deutschen Bank Karriere macht, ... ... oder ist sagst du einfach ... Gut, der hat halt Pech gehabt.

00:35:51: Mein Gott sei Dank, ist er danach auch nichts mehr passiert?

00:35:53: Ja, der war ja intern, also schon auch eine Lichtgestalt.

00:35:56: Also, ich will jetzt nicht sagen, er wurde vergöttert, aber das war schon für die Bank ein riesen Thema.

00:36:02: Ich war damals noch bei der Bank von der Volksbank.

00:36:06: Und wir haben das nur beobachtet und klar, hatte ich das getroffen und so weiter.

00:36:11: Aber später so richtig wahrgenommen, was der Herr Hausen wirklich dargestellt hat für die Bank.

00:36:17: Und auch das habe ich erst... realisiert, als ich dann in der Deutschen Bank auch tätig war.

00:36:21: War der so wichtig für die Bank?

00:36:23: Der war extrem wichtig, weil das war jemand, der auch sehr visionär unterwegs war.

00:36:29: Das war eigentlich derjenige, der den Grundstein für diese, für diesen Schritt Richtung Investment Banking gelegt hat.

00:36:36: Das ist dann durch ihn erst mal so ein bisschen dadurch, dass er dann halt nicht mehr da war, kurz ins Stocken gekommen.

00:36:43: Und danach hat er dann Hilmar Koppel übernommen.

00:36:45: Der war ja Als Azubi damals in der Deutschen Bank angefangen und hat dann sein ganzes Berufsleben nur in der Deutschen Bank verbracht, wurde dann Vorstandsvorsitzender.

00:36:55: Und der hat aber dann die eigentliche Fusion später mit Bankerstrasse dann eingefädelt.

00:37:00: Davor hieß das, glaube ich, Morgan Crenfel.

00:37:03: Das war so eine Investmentbank-Boutique.

00:37:05: Das hatte Herrhausen auch mit initiiert, aber er hat den Grundstein gelegt für diese Internationalisierung der Bank.

00:37:14: Und wie viele Mitarbeiter hattest du dann irgendwann?

00:37:16: ... dabei der Deutschen.

00:37:17: Ja gut, bei

00:37:18: der Deutschen habe ich ja dann in den ... ... ja, ... ... von dem Jahr, ... ... von dem Jahr, ... ...

00:37:24: von dem Jahr, ... ... von dem

00:37:25: Jahr, ... ... von dem Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr,

00:37:33: ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr,

00:37:38: ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von Jahr, ... ... von ... immer versucht habe, ist trotz alledem nah bei den Leuten zu sein.

00:37:48: Ich bin auch viel in die Teams gefahren ... ... und habe auch mit den Leuten direkt gesprochen.

00:37:54: Also ich war jetzt niemand, der nur so aus dem Elfenbeinturm ... ... oder aus der Kanzel da agiert hat.

00:37:58: Aber führen kannst du das natürlich nur über Hierarchie.

00:38:01: Das heißt, du hast irgendwo deine ... ... je nachdem zwischen sieben bis zehn ... ... Bereisliter.

00:38:07: ... die an dich berichten, ... ... die wiederum haben ihre Abteilungen, ... ... die wiederum die Abteilungsleiter ... ... führen dann direkt die Teams und so weiter.

00:38:16: Und das geht nur ... ... über diesen hierarchischen ... ... über diese hierarchische Struktur, ... ... weil wie willst du es sonst machen?

00:38:22: Man kann es ja nicht

00:38:23: deutend

00:38:23: direkt führen.

00:38:24: Nee, ist so.

00:38:25: Ja, weil ich muss ja schon sagen, ... ... dass das ja was ganz anderes ist, ... ... als wenn du selbstständig bist.

00:38:29: ... und in der Selbstständigkeit ... ... an Geschäftsführer hast ... ... das machst du nicht, ... ... wir arbeiten ja auch daran, ... ... das gewisse Themen ja gar nicht mehr ... ... auf meinem Schreibtisch landen, ... ... aber das kannst du da ja einfach nicht mehr machen, ... ... da hast du ja deine Bereichsleiter, ... ... ich stelle mir das schon, ... ... also du hast ja auch, das fand ich echt krass, ... ... weil ich habe dich ja auch mal gefragt, ... ... wie geht mein am besten ... ... in mitarbeitenden Gespräche, ... ... weil ich fand das immer so scheiße ... ... mit diesen Listen, ... ... ja, Pünktlichkeit, ... ... Zuverlässigkeit, ... ... des, des, des, des, ... ... ich finde das immer so schrecklich.

00:38:57: diese Bewertung.

00:38:58: Ich finde das so ekelhaft, weil wer bist du oder wer bin ich?

00:39:01: oder wer ist er oder sie, dass wir andere Menschen so bewerten, nach welchen Maßnahmen.

00:39:06: Weil ich wurde immer eigentlich mittelgut bis schlecht bewertet, weil ich war zu aufmüpfig, zu sonstwas, wollte zu viel, war zu wenig dies sind.

00:39:14: Und davon wollte ich wegkommen.

00:39:15: Und Thomas sagte dann, dieses zwei Achsensystems fand ich echt cool.

00:39:20: Du hattest gesagt, also... Gibt es einen wissenschaftlichen Ansatz, der Mensch stelle es erfunden

00:39:25: hat?

00:39:25: Ob das Wissen ist, wahrscheinlich ist das so.

00:39:27: Ich hab's irgendwann mal kennengelernt und hab... ... das für mich adaptiert, weil ich das einfach ... ... und gleichzeitig aber auch extrem gut fand.

00:39:36: Motivation?

00:39:37: Das eine ist ... ... in der Wahrreichen hast du ... ... den Zufriedenheitslevel, ... ... also das ist ein vier Quadrantenmodell ... ... und die Grundidee ist ... Wie

00:39:43: zufrieden man mit sich selbst

00:39:44: ist.

00:39:44: Wie zufrieden bin ich mit meiner Arbeit.

00:39:46: Mit

00:39:46: meiner Arbeit.

00:39:47: Und das andere ist ... ... wie motiviert bin ich ... ... in meiner Arbeit.

00:39:51: Das sind ja zwei Unterschiede.

00:39:52: Ich kann ja zufrieden sein, ... ... aber bin trotzdem wenig motiviert.

00:39:56: Jetzt ... Groß weiterzumachen, weil ich bin mit dem zufrieden, was ich habe, alles okay.

00:40:01: Oder ich bin maximal motiviert, mehr zu tun, aber bin eigentlich unzufrieden in dem, was ich tue.

00:40:06: Das sind so die beiden Gegenpole.

00:40:09: Und je nachdem, ob du jetzt unzufrieden bist und nicht motiviert, das ist dann der Quadrant unten links.

00:40:16: Das ist natürlich das Schlechteste.

00:40:17: und unzufrieden, aber motiviert ist dann links oben, rechts oben wäre motiviert und top zufrieden und so weiter.

00:40:24: Und dann ist eigentlich der relativ einfache Punkt immer der, dass du erst den Mitarbeiter fragst und sagst ordne dich mal auf diesen beiden Achsen selbst ein und dann landest du ja in einem der Quadranten.

00:40:38: Und dann sag ich den Mitarbeiter, wo ich ihn augenblicklich sehe, wie ich.

00:40:41: ganz subjektiv in Wahrnehmung, in seiner Zufriedenheit und in seiner Motivation.

00:40:46: Und meistens sind diese Punkte nicht übereinander liegend.

00:40:49: Und dann hast du eigentlich einen wunderbaren Ansatz für einen Mitarbeitergespräch, weil du kannst sagen, okay, in welchen Quadranten möchte ich eigentlich gerne hin entwickeln?

00:40:58: Und was können wir beide miteinander tun, um dich dahin zu bringen?

00:41:00: ... und schon bist du im Prinzip eigentlich da, wo du es sein willst.

00:41:03: Stimmt,

00:41:04: da kannst du auch viel schöner, ... ... finde ich, über Wahrnehmung sprechen.

00:41:06: Wenn du zum Beispiel ... ... mit Motivation und so weiter und so fort sprichst, ... ... dann ist es ja nicht immer gleich.

00:41:09: ich sage, ... ... das ist so.

00:41:10: Sondern du lässt ja auch dann ... ... voll Argumentation zu, weil so ist es ja auch ... ... sehr, sehr oft, dass Menschen ... ... Situationen vielleicht auch nicht so performen können, ... ... dass vielleicht auch privat was los ist.

00:41:20: Klar, auch dann müssen wir wieder ... ... zum Beispiel

00:41:22: ... Es geht immer

00:41:22: für alles Gründe, genau.

00:41:23: ... auf welcher Ebene du bist, ... ... wenn du auf einer richtig hohen Ebene bist, ... ... ist es natürlich so ... vergleiche ich immer mit Fußballtrainer, TrainerInnen.

00:41:33: Wenn du in der Champions League nicht performst, ist die Trainerperson raus.

00:41:37: Boom, sofort.

00:41:39: Aber wo machst du das halt in solchen Gebieten?

00:41:41: Das finde ich immer ist eine sehr schwierige Frage.

00:41:43: Kann man

00:41:43: Trainerperson sagen?

00:41:44: Kann man Trainerperson sagen?

00:41:46: Habe ich jetzt gerade gesagt, ja.

00:41:47: Heißt das dann nicht TrainerInnenperson, nein?

00:41:50: Es ist die Trainerperson.

00:41:51: Okay.

00:41:53: Ich kapiere dieses

00:41:53: Scheiß.

00:41:54: Der Bennett guckt schon wieder so.

00:41:56: Geil, jetzt haben wir wieder einen Clip.

00:41:57: Ich bin zu alt für den Scheiß.

00:42:01: Ich bin müh mich.

00:42:04: Das wird ein Reel.

00:42:05: Ich bin müh mich, wird ein Reel.

00:42:06: Was ist das für ein Reel?

00:42:06: Ich bin müh mich.

00:42:10: Ich bin zu alt für den Scheiß.

00:42:11: Ja.

00:42:12: Ab wann sagst du dann ... Ich fahr immer folgende Regel eigentlich.

00:42:18: Ich sag immer, drei Warnschüsse ... Und wenn dreimal alles ignoriert wird, dann hat man ein Problem.

00:42:24: So.

00:42:25: Wie schnell oder wie lange die aufeinander folgen, das ist ein Thema, da müssen wir drüber schauen.

00:42:29: Aber ich finde es auch immer so ein Gefälle, wenn du halt eine Person hast ... Hier

00:42:32: kriege ich drei Chancen, vier.

00:42:35: Drei mal scheiße.

00:42:36: Drei mal scheiße, dritte raus.

00:42:37: Also zwei Warnschüsse.

00:42:38: Auch menschlich gesehen, nicht nur unternehmerisch.

00:42:40: Dann

00:42:40: sind zwei Warnschüsse.

00:42:41: Dann sind zwei Warnschüsse.

00:42:43: Sorry, ich hab mich falsch ausgedrückt.

00:42:44: Ich war so aufgeregt, weil du wieder misgendert hast.

00:42:47: Ich war ganz nervös.

00:42:47: Kann

00:42:48: man misgendern sagen?

00:42:49: Misgendern.

00:42:50: Dann misst nicht auch früher wieder.

00:42:52: Fähr gender.

00:42:52: Und

00:42:52: misst es geschender?

00:42:53: Nein.

00:42:53: Oh

00:42:54: Mann, ich will eigentlich keine Gender.

00:42:55: Das gibt doch nur Ärger.

00:42:57: Mit wem denn?

00:42:59: Keiner weiß, wo ich wohne.

00:43:01: Ja, das stimmt.

00:43:05: Ab welchen Zeitpunkt sagst du, eine Person muss gehen oder eine Person bleibt?

00:43:08: Von wo bis wo geht ethisches Verständnis zu ökonomischem?

00:43:12: Weil irgendwo ... ... weißt du, du hast auch manchmal ... ... mitarbeitenden Situationen, ... ... wo du so an den Mitarbeitenden hängst ... ... und das ist so, ... ... die sind auch für das Betriebsklima und ...

00:43:21: ... weißt du?

00:43:22: Aus meiner Sicht auch da ... ... relativ einfach.

00:43:26: Es gibt am Ende für ... ... Erfolg oder Leistung sind eigentlich ... ... zwei Themen relevant, das eine ... ... ist können und das andere ist wollen.

00:43:34: Und ... ... in diesem Gespräch, was ich gerade ... ... skizziert habe, ... ... über diesem Quadrantenmodell, ... ... versuche ich eigentlich ... diese beiden Themen dann, wenn festzustellen, inwieweit hängt das jetzt mit können oder mit wollen zusammen?

00:43:48: Wenn es mit können zusammenhängt, dann ist es immer sozusagen für den Angeklagten, weil ich sage, wenn jemand was nicht kann, dann muss man eben als Führungskraft auch helfen, da hinzukommen, wo man ihn hinhaben will.

00:44:00: Das heißt, ich muss ihm auch weiterbildungsmaßnahmen eventuell zukommen lassen, muss ihn ein Stück weiter enger begleiten, coachen wie auch immer.

00:44:08: Wenn das wollen das Problem ist, dann muss ich tatsächlich diesen Motivationspunkt stärker mir anschauen.

00:44:15: Und wenn ich merke, der lässt sich einfach dann nicht mitnehmen auf die gemeinsame Reise, dann bringt es nix, sich das noch jetzt monatelang anzugucken oder gar Jahre, dann muss man lieber früher als später den Schlussstrich ziehen.

00:44:27: Musste

00:44:27: hart sein.

00:44:28: Ja.

00:44:29: Aber am Ende... habe ich versucht meine Führungsaufgabe immer so wahrzunehmen, dass ich erstmal versucht habe, auch gerade in dieser Remoteführung, gerade wenn du so viele Menschen führen darfst, weil das ist ja ein Privileg, was man da hat und die Menschen irgendwo auch mit.

00:44:49: Begeisterung, so wie du das ja auch sehr gut machst, wenn ich das mal so sagen darf.

00:44:53: Mit Begeisterung und Motivation, die Leute mitzunehmen und natürlich auch vorne wegzumarschieren.

00:44:58: Also ich

00:44:59: habe

00:45:00: immer versucht, jetzt nicht nur zu sagen, mach dies oder jenes, sondern habe auch versucht, mich dann selbst da irgendwo mit einzubringen.

00:45:06: Und das funktioniert bis zu einem gewissen Grad sehr gut.

00:45:09: Aber wenn du dann feststellst, da ist jemand, der einfach nicht mitgehen will, dann musst du auch die Reißleine ziehen und dann lieber früher als später.

00:45:15: Was mich interessieren wird, du hast ja noch, sag jetzt mal so diese... ... Old School Bank und auch Old School Banker kennengelernt und war es ja selber sogar auch ... ... in Anführungszeichen noch so ein Old School Banker, also ... ... du hattest ja wirklich einen Chauffeur, ne?

00:45:29: Da hast du, glaubst du, so eine Mütze noch auf und alles, ja?

00:45:31: Und dann bist du ... Dann bist du vorgefahren, da kam einer rausgerannt, ... ... hatte die Tür aufgehalten, ja?

00:45:36: Wahrscheinlich, wenn es geregnet hat, hat er eine Schirm dabei gehabt, ... ... hatte ich da reinbegleitet und so, ja?

00:45:40: Das

00:45:40: war dann aber eher als Vorstand von der BW-Bahn, oder?

00:45:42: Das war

00:45:42: als Vorstand von der BW-Bahn, ja.

00:45:43: Ja, aber das ... Ja, bei ... Ja, bei ...

00:45:44: Ja, bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... Ja,

00:45:45: bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... Ja, bei ... ... aber dieses ganze Moment früher ... ... dann mussten die anderen Schaketten anhaben, ... ... die mussten, wie der Max sagt, ... ... eine Krawatte anziehen.

00:45:52: Also die ... ... Banker waren ja immer so die ... ... die Arroganzen, wenn man mal anguckst, ... ... du bist Industriekaufmann gelernt, ... ... das war ja anders wie Bankaufmann.

00:45:59: Der Bankaufmann, der musste ... ... mit einem Schakett mit der Krawatte rumrennen und so weiter, ... ... der Bürokaufmann, der Kondammer ... ... schon lässig rumrennt, der Industriekaufmann ... ... vielleicht ein bisschen schicker, aber auch noch nicht so.

00:46:09: Das hat sich ja geändert, ... ... du brauchst jetzt nicht mehr zwingende Krawatte, ... ... ich weiß nicht, wie viele noch einen Schufer haben ... ... und wie viele noch die Tür aufgehalten kriegen, ... Wann kam das und warum kam das aus deiner Meinung raus?

00:46:21: Dass der schon für weggefallen ist?

00:46:22: Genau,

00:46:22: dass dieser ganze, ja auch mit riesen Vorzimmerdame, dann konntest du dann noch im Büro Zigarre, also man hat ja wirklich so, also wenn du früher an Banker denkst, da hatte ich dann noch in der Weste an, Krawatte, Zigarre, Vorzimmerdame.

00:46:33: Allein hier?

00:46:36: Die haben in den Vorstandbüros, die sind wirklich, Fünfzig Quadratmeter groß, ein Büro.

00:46:42: und dann siehst du, da siehst du noch die Abdrücke.

00:46:44: ... Rundertisch, Couch, Eckcouch, da, riesen ... ... die Schreibtische teilweise drei Meter lang ... ... und dann gehst du durch das ... ... so eine ... ... also es ist ein Regal da oben, ... ... es ist wirklich wie im Film.

00:46:55: Da ist ein Regal, das drückst du, einer macht ... ... dann geht es so auf und dann ziehst du ... ... ein Schlafzimmer mit Dusche, ... ... mit allem drum und also ... ... weiß ich nicht was die das gebraucht haben, ... ... haben die da Nikkechen gemacht ... ... oder haben die da jemanden eingeladen?

00:47:11: Vielleicht

00:47:12: sowohl als auch, man weiß es nicht.

00:47:14: Wenn die Wände hier reden könnten, das war ja noch so klassisch Deutschland AG, aber das hat sich ja geändert.

00:47:21: Also man sagt ja vieles, was heute so im Banking ist, ist teilweise negativ abgestrahlt aus dem Investmentbanking.

00:47:30: Das würde ich sagen, war eher etwas, was positiv war.

00:47:34: Die Kette meinst du?

00:47:35: Ja, ne, weil die Investmentbanker haben schon diesen Stil mehr reingebracht, dass es nicht auf die Position oder Funktion ankommt, sondern auf das, was du für das Unternehmen leistest.

00:47:48: Stichwort Angeo Jain verdient mehr wie ein Vorstand.

00:47:51: Da ist egal, ob er die Kette oder ob er einen Schaff höher und so weiter und so fort.

00:47:55: Und ich glaube persönlich, dass das sehr stark auch mit diesen einflößt.

00:47:59: Das war es zwischen Jahrzehnten und Jahrzehnten, dass das irgendwann gekippt ist.

00:48:07: Klar hast du jetzt in den Konzernvorständen und so weiter.

00:48:10: Immer noch Vorstände, die mit einem Schauför fahren.

00:48:13: Ich muss aber selbst sagen, das war für mich damals auch in der Bewegung kein Status-Symbol.

00:48:19: Ja, ich hatte das ja vorher nicht, als ich dahin kam, war der Schauför schon da.

00:48:24: Und nach dem Motto, der wurde mitvertragt, ich mir sozusagen ... Den musstest

00:48:28: du nehmen.

00:48:28: Den musste ich sozusagen nehmen.

00:48:30: Das Leben ist manchmal echt hart.

00:48:31: Nein, aber was gut war, was gut war.

00:48:34: Ich war ja relativ viel unterwegs, im Ländle.

00:48:37: Und der hat mich halt von A nach B gebracht, aber ich hab mir dann halt angewöhnt, im Auto zu arbeiten.

00:48:42: Das war tatsächlich ein Vorteil.

00:48:44: Und da schreibe ich sofort, Carsten hat ja auch einen Fahrer.

00:48:47: Du arroganter Sai.

00:48:49: Genau aus dem Grund, nur schlafe ich meistens.

00:48:51: Nee, aber wirklich, also wir sind schon, also grüße an Waldemar.

00:48:55: Wir sind echt ein paar Mal jetzt auf Termine, Düsseldorf und sonstwo hingefahren worden.

00:49:01: Wirklich Waldemar.

00:49:02: ... der Herr Fuchs bester Mann bei dir, ... ... was du da wegschaffst.

00:49:07: Und ich muss ... ... magst du ...

00:49:08: ... aber ich muss das tatsächlich erst lernen, ... ... weil am Anfang ... ... wirst du mir immer Spei üben, ... ... wenn ich hinten gesessen hab.

00:49:13: Du wie du bei mir, ... ...

00:49:14: aber ich hab mir das ... ... aber ich hab mir das dann ... ... hab mir das dann ... ... hab mir das dann angewöhnt ... ... und später kann ich das dann echt gut, ja.

00:49:20: Ja, also ich muss sagen, ... ... Fahrer ist eine Investition, ... ... die sich immer ... ... immer rechnet, also ... ... gefahren zu

00:49:25: werden.

00:49:25: Ja, es wird immer arrogant, ... ... ist aber ökonomisch total sinnvoll, ... ... wenn du einen halbwegs vernünftigen Job hast, ... ... weil du musst überlegen, ... ... wie viel Arbeitzeit du sparsst.

00:49:33: Wenn du einen Schufeur hast.

00:49:34: Und ich sage das immer wieder, ich verdiene

00:49:36: mit

00:49:36: dem Fahrer mehr Geld als er mich kostet.

00:49:39: Allein wenn ich zum Beispiel, das glaube ich schon tausendmal zählt, in der Zeitschrift irgendwo Investment lesen denke ich, ach Gott, die Aktie könntest du kaufen.

00:49:45: Wenn ich selber fahre, könnt ich es a. nicht lesen, b. gebe mich dazu mein Banker an zu rufen.

00:49:48: So les ich das, ruf trägt mein Banker an, kauft die Aktie, wenn die gut läuft.

00:49:52: Hast du mir ein Haufen Geld verdient?

00:49:54: Das ist genau so.

00:49:55: Das sind

00:49:55: solche First-World-Team gerade für mich auch.

00:49:58: Wir sind

00:49:58: in der First-World.

00:49:59: Hunderttausend

00:50:00: Prozent hast du recht.

00:50:01: Es

00:50:01: ist nur falsch stigmatisiert, weil das immer damit verbunden wird, mit Arroganz und Anlieberei und so weiter.

00:50:08: Ich meine, ganz ehrlich, ich tue der Menschheit einen Gefallen, wenn ich nicht selber fahre.

00:50:11: Das wissen alle, die mit mir mitgefahren sind.

00:50:12: Jede

00:50:12: Politikerin verstehe

00:50:14: ich, die gefahren ist.

00:50:16: Zeit mehr wird, auch wenn du nur schliefst in der Zeit und bist einfach ausgeruhter im Termin.

00:50:20: Wenn du einen wichtigen Termin hast und ich sag zum Beispiel, du bist zum Beispiel ein Arzt und musst, warum wird ein Notarzt gefahren?

00:50:26: Der hat ja immer so einen Typ, der ihn fährt.

00:50:28: Genau aus dem Grund, dass der keinen Parkplatz suchen muss, dass der entspannter hinkommt, weil der halt danach der einer das Leben retten muss.

00:50:34: Das ist genau dieses Thema.

00:50:36: Also ich würde immer sagen, wenn ihr es euch leisten könnt, um die Möglichkeit habt, nehmt euch einen Fahrer.

00:50:41: Es ist

00:50:41: ein Fahrer.

00:50:42: ...

00:50:43: Fahrerinnen oder ... ... Fahrer,

00:50:44: alles gut.

00:50:45: Irgendwas,

00:50:45: was man sendern kann.

00:50:46: Nehmt euch was, was man sendern kann, ... ... was er von A nach B bringt.

00:50:48: Ja, es ist ein Riesenmeerwirt.

00:50:51: Hundert Prozent.

00:50:52: Klingt zwar immer arrogant, ... ... aber es ist tatsächlich so, als du auch damals gesagt hast, ... ... ich weiß noch ein bekannter von mir, ... ... der ja man mal dir einen Termin hatte auch, ... ... und der sagte echt, ey, ... ... den einen geregeltsten Termin, ... ... der Termin hatte ich mal mit Carsten, ... ... weil Carsten hat sich von Herrn Fuchs ... ... dann bin ich am Maibach hingekommen und ... ... bei so wirklich wichtigen Geschäftsterminen ... ... ist es dann halt auch oft so, ... ... dass halt auch sehr viel Eindruck zählt.

00:51:17: Gerade in den USA ... ... das fand ich ein sehr spannender Podcast ... ... oder ich weiß nicht, ob das ein Interview war ... ... mit Marc Gebauer, ... ... das ist so ein Urnhändler, ... ... der aber auch sehr viel ... ... also den richtig umtriebiger Typ, ... ... macht Social Media, ... ... wirklich Urneigene, Parfums, ... ... also der macht echt viel ... ... und der sagte ... ... in den USA ... ... brauchst du nicht mit an das Statement kommen, ... ... wenn du dann smart anfährst.

00:51:38: ... macht keiner Geschäfte mit dir, ... ... weil in den Leuten drin ist, ... ... Survival of the fittest, ... ... wenn du nicht mit der geilsten Karan ... ... kommst du nicht der geilste Macker.

00:51:46: Und kannst auch gar nicht ... ... diese finanzielle Stärke mitbringen.

00:51:48: Und das ist bei uns Deutschen ... ... ganz, ganz anders, ... ... weil wir sind eine harte Nightgesellschaft, ... ... das merk ich, ... ... ich merk es je, ... ... denn, ... ... Tag.

00:51:57: Egal was wir tun oder was wir sagen, ... ... es wird alles negativ ausgelegt, ... ... neun, neunzig Prozent der Fällen.

00:52:02: Da sagst du zum Beispiel, ... ... hey, ich würde mir wünschen, ... ... mein größter Traum ist das irgendwie, ... Dieses Unternehmen hier so viel Ertrag bringt, dass ich meine Mama in Rente schicken kann, dass meine Freunde vielleicht auch davon profitieren können.

00:52:14: Und weißt du, wie mir das dann ausgelegt wird?

00:52:16: Ich wäre arrogant und würde nur aufs Kapital und sonst was.

00:52:19: Und weißt du, im Endeffekt meinst du sehr vieles?

00:52:21: Natürlich gibt es auch arrogante Wichser.

00:52:24: Aber... So, auch so ein Mensch, der es dann vom Herzen her gut meint, so zum Beispiel wie ich, wo es ja wirklich sagt, meine Freunde habe ich seit ich zehn Jahre alt bin und all die, die ich hab.

00:52:32: Und ich denke auch immer diesen Gedanken, jeder der mit mir ins Geschäft kommt, der soll daran mit verdienen.

00:52:35: Das wurde mir sogar auch schon ausgelegt, weil ich Leute an Geschäften mitpartizipieren lassen möchte, compliance-konform natürlich.

00:52:42: Heißt das immer, ja, die Leute machen doch nicht alles nur, weil sie da was dafür kriegen.

00:52:45: Ja, natürlich nicht, aber es ist doch schön, dass ich jeden partizipieren lassen möchte.

00:52:48: Und das ist Deutschland.

00:52:50: Das ist so tief verankert in diesem Grundwesen in uns.

00:52:54: Dass sich das jemand auch das gefühlt hat, da will sich einer über ihn stellen und sonst was.

00:52:57: Das allererst, ich glaube den ersten Termin, den wir hatten, hast du mir da deine Sauna-Landschaft und so gezeigt.

00:53:02: Das Einzige, was ich gedacht habe, wie geil lebt der Typ, wie schön das System gut geht.

00:53:08: Das war mein Gedanke.

00:53:09: Aber leider ist es so, der Grundgedanke ist erst mal, der musste mir jetzt seine Sauna-Landschaft zeigen, musste jetzt was beweisen, hatte irgendwelche Komplexe.

00:53:16: Wollt

00:53:16: ihr mit mir

00:53:17: in die Saune?

00:53:18: Nein, keine Ahnung.

00:53:18: Und das finde ich so, so, so, so schade, dass es leider auch so verankert ist, auch mit diesen Fahrern.

00:53:24: Man ist doch toll, wenn diese Fahrerperson, was weiß ich, einen ... Was soll's so sagen?

00:53:29: Was sag ich, komm, ich zeig dir meine Briefmarkensammlung.

00:53:32: Komm

00:53:33: mal mit, ich zeig dir meine Saulandenschaft.

00:53:35: Man,

00:53:35: es ist mir voll in der Erinnerung geblieben, weil wirklich, ich weiß, es ist wirklich viele dann so ... Ja, der Erd, der muss ja mal so aufbrollen und sonst.

00:53:43: Ich zeig

00:53:43: ihm meine Saulandenschaft.

00:53:45: Ja, danke.

00:53:46: Deswegen, du machst ja auch nicht mit dem im Podcast.

00:53:47: Der Thoma hat es noch nicht gesehen.

00:53:48: Ich

00:53:48: glaube schon.

00:53:49: Ich finde,

00:53:50: es ist wirklich ein massives Problem, was auch sehr oft, das merke ich auch in den Kommentaren bei uns, auch sehr oft, teilweise auch rassistisch unnötige Sachen, zum Beispiel, hatten wir dann in Osan-Alan sitzen.

00:53:58: Und der Osan-Alan, ein witziger, cooler Typ und dann erzählt er und hier und da, Million, da, Million.

00:54:03: Und er kommt in die Kommentare einer und schreibt, bevor du über Millionendiehls sprechen willst, lerne erstmal richtig Deutsch.

00:54:11: Dann denk ich mir doch meine... ... Güte.

00:54:15: Ist doch scheißegal, ob der jeden grammatikalischen Satz richtig bildet ... ... oder ob der alles perfekt ausdrückt.

00:54:20: Der ist halt auch ...

00:54:21: ...

00:54:21: ist doch ein cooler Typ, der da von seinen Business erzählt ... ... und der hatte einfach auch Glück im Leben genauso, ... ... wie wir auch Glück im Leben hatten.

00:54:29: Kannst Glück herausfordern.

00:54:31: Aber ich rufe auf ... ... hey, gönnt doch einfach mal mehr.

00:54:34: Musst gönne, gönne.

00:54:35: ...

00:54:35: gönne könne.

00:54:36: Warum musst denn immer alles so negativ ausgelegt werden ... ... und auch immer auf die Personen bezogen?

00:54:40: Naja, das ist jetzt was ... ... was ist, was tiefsitzendes, was ich, ... ... weil ich bin so ein ... ... ähm

00:54:45: ... ...

00:54:46: wie nennt man das?

00:54:48: Ich will immer, dass es, ... ... dass alle Menschen mich irgendwie mögen, ... ... das ist irgendwas ein Trauma, was in mir sitzt, ... ... aber das wirst du gar nicht erreichen, ... ... das passiert nicht.

00:54:54: Und gerade, wenn du in Maybach setzt, ... ... also als Vorstand, ... ... das wird nicht passieren.

00:54:58: Und dann ist es halt so, aber heutzutage ... ... ist da.

00:55:00: durch diese Sprachrohre, ... ... das Social Media kriegst du es jeden Tag auf die Fresse.

00:55:03: Früher war das wahrscheinlich so, dass getuschelt wurde.

00:55:05: Ah, der Rosenfeld schon wieder im Maibach.

00:55:07: Aber du hast es...

00:55:07: Im Maibach bin ich noch nicht klar.

00:55:08: Ja, aber das weiß ich

00:55:09: dann halt mit ein paar.

00:55:10: Nee, aber klar.

00:55:11: Ich find's schade.

00:55:12: Ja.

00:55:12: Weil ich find, jeder hat auch irgendwie seine Daseinsberechtigung.

00:55:17: Aber

00:55:17: findest du es jetzt gut, dass sich das verändert hat, dass so diese...

00:55:20: Das ist die Frage, ja.

00:55:21: ...Statussymbole

00:55:22: rundeskaliert worden sind?

00:55:23: Ich sag mal, einerseits ja, andererseits, so wie Max jetzt gerade zum Ausdruck gebracht hat, auch wieder nein.

00:55:30: Ja, weil wenn das Statussymbole... ... nur per se benutzt wird, ... ... um sich über andere zu erheben.

00:55:36: Das ist scheiße.

00:55:36: Dann finde ich es schlecht, ... ... da finde ich es gut, ... ... weil das wurde früher ... ... wahrscheinlich schon ... ... häufiger dann gemacht.

00:55:42: Da wurde das Status-Symbol, ... ... jetzt nehmen wir wieder das Auto ... ... und den Fahrer ... ... auch einen Funktional-Mehrwert hat, ... ... finde ich es wieder vollkommen in Ordnung.

00:55:51: Weil du hast es auch nicht ... ... und jeder Unternehmer ... ... für sicher dann entscheiden.

00:55:54: Und ich finde, ... ... da bin ich bei dem, was Max gerade gesagt hat, ... ... lass doch ... ... den Leuten, die das ... ... unernehmliche Risiko tragen, ... ... auch diese Entscheidung treffen ... ... und mich da nicht einfach ein ... ... und erhebt euch wiederum, ... ... was ihr vorher vielleicht kritisiert habt, ... ... jetzt über die Unternehmer ... ... und bewertet da irgendein Verhalten, ... ... das finde ich dann halt ... ... schwieriger in der Konstellation.

00:56:18: Cool?

00:56:19: Nee, also ... ... finde ich cool, dass du das auch sagst, ... ... weil wie gesagt ... ... es wird auch viel zu viel negativ ... ... dann assoziiert auf diesem Weg, ... ... weil genau das, was du gesagt hast ... Viele Dinge werden dir als Stadosymbol angedichtet, obwohl dies gar nicht sind.

00:56:32: Ich gebe ein Beispiel.

00:56:33: Mir wurde mal nahegelegt, dass ich jetzt keine neue, keine neue Wohnung da ziehe, weil dann komme ich ja als Neureich rüber und dann ist es ja und sonst was.

00:56:40: und ja, dann hier denke ich mich so, what the fuck, ich kauf doch, oder ich ziehe doch nicht in eine neue große Wohnung, weil ich ein Stadosymbol brauche, sondern ich ziehe dahin, weil ich mit meiner Frau gerne mehr Platz hätte, einen schönen Blick, weil ich... gerne koche abends mit Freunden, die einladen kann, weil mein Kind auch ein eigenes Spielzimmer dann haben kann.

00:57:01: Das ist doch toll, wie viel... Also, nur weil ich das habe, ich nehme es ja keinem anderen weg, wo die Familie leider auf fünfzig Quadratmeter wohnen muss mit vier Kindern.

00:57:11: So, nur weil ich in der großen Wohnung wohne, nehme ich jetzt ja keinem Akut einmal den Wohnraum weg.

00:57:17: Du

00:57:17: hast da gar eine billige Freie gemacht.

00:57:19: Ich habe sogar einen und genau ich habe sogar einen anderen Wohnraum frei gemacht.

00:57:22: ja natürlich kannst du jetzt auch wiederum argumentieren okay wenn jetzt jeder Mensch in der zweieinhalb Quadratmeter Wohnung beispielsweise auszieht und jetzt werden Wände getrennt in fünfzig Quadratmeter zählen dann sind wir wieder im Kommunismus.

00:57:35: finde ich oder in solchen sehr krassen, verallgemeinenden Gedanken, die uns wieder in kommunistische Gefilde auch bilden würden.

00:57:42: Weil es muss ja auch irgendwie einen freien Markt geben, wo du dich entwickeln kannst, weil dieser freie Markt ja auch wiederum die anderen unterstützt, die nicht dazu in der Lage sind.

00:57:50: Es wird voll politisch gerade.

00:57:51: Aber ich sag, wenn du ein Unternehmen bist, das ethisch korrekt handelt, Steuern zahlt, guckt, dass es was spendet und die Gewinne auch noch teilweise so allokiert, dass du was Gutes damit tust.

00:58:02: ... Schulen baust, sonst was Menschen unterstützt.

00:58:04: Genau was wir das letzte Mal gesagt haben, ... ... Menschen vielleicht aus anderen Ländern holst.

00:58:08: Dann tust du doch tausendmal mehr ... ... als ... ... so ein kommunistisches Gesamtkonstrukt.

00:58:14: Ja gut, klar.

00:58:14: Das ist voll abgeschweifelt jetzt,

00:58:16: ... ... aber

00:58:17: das ist ja das Thema, ... ... was mich eigentlich an ... ... dem Bankerjob ... ... ich habe mich eigentlich nie als Banker ... ... selbst gesehen.

00:58:25: Sondern

00:58:25: als Manager?

00:58:27: Ja, nee, nee, nee, gar nicht Manager, sondern ... ... ich habe klar in der Bank gearbeitet, ... ... aber dieses klassische ... Vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass ich eben nicht klassisch Banker gelernt habe.

00:58:37: Aber ich bin halt mit einer anderen, neudeutsch würde man sagen, Attitude oder Haltung, glaube ich, an die Aufgabe herangegangen.

00:58:45: Und ich habe eigentlich nie das Geld gesehen, sondern habe es eigentlich immer cool gefunden, mich mit der Person darüber austauschen zu können, wie sie zu den Vermögen gekommen ist.

00:58:55: Und häufig waren das ja logischerweise Unternehmer.

00:58:57: Und dann hast du mit dem halt über seinen Lebenswerk, weil meistens waren das ja im Alter schon Personen, die heutzutage hast, halt viel mehr Junge, die den Unternehmen erfolgreich halt hinstellen.

00:59:07: Früher war das halt eher ältere Menschen.

00:59:09: Und das war eigentlich das, was mich an dem Job immer so begeistert hat.

00:59:13: Cool.

00:59:13: Und dass da mal ne Null mehr oder noch ne Null mehr dann an dem Vermögensumfang dran hingen, das war eigentlich völlig sekundär.

00:59:22: Und dann sind wir wieder bei dem Thema Night-Kultur.

00:59:24: Ja, diese Unternehmer oder Unternehmerinnen, das fange ich auch mit Gendern an.

00:59:29: Alles

00:59:29: gut.

00:59:29: Ich hab

00:59:30: einen positiven

00:59:31: Einfluss.

00:59:32: Dann schaffen die auch in der Arbeitsplätze für alle anderen.

00:59:36: Und wenn es die Menschen nicht geben würde, ja, wo würde man denn arbeiten?

00:59:40: dann und so weiter und so fort?

00:59:41: Also das Thema ist endlos.

00:59:43: und

00:59:44: auch diese Bindung mit Kapital immer zu sagen, okay, alle all allen Milliardären, Vermögenssteuern und sonst was.

00:59:50: Das können die doch gar nicht zahlen.

00:59:52: Das ist doch alles gebunden in Arbeitskraft ist doch gebunden in Fabriken.

00:59:55: Das ist also gerade in der Industrie klar haben wir jetzt also ich hab wir haben beide ja keine Industrie unternehmen oder sonst was.

01:00:01: Vielleicht bist du an welchem Beteiligt wahrscheinlich so wichtig.

01:00:03: Das ist für

01:00:04: dich ein Industrieunternehmen.

01:00:05: Weiß ich nicht.

01:00:06: Einfach mal ein Chemiekonzern, der was weiß ich.

01:00:09: Produzierendes Gewerb

01:00:10: in der BSF.

01:00:11: Ja,

01:00:11: dann bist du auch daran beteiligt.

01:00:12: Auf was ich eigentlich hinauswollte ist, wenn du da große Militärsfamilien hast in Deutschland, klar haben die Vermögen auf dem Papier sehr viel.

01:00:19: Die haben auch wahrscheinlich ausschütterndes Vermögen.

01:00:21: Aber dieses Vermögen selbst bildet ja, Arbeitsplätze bildet ja.

01:00:26: Steuern bildet ja so viel, also von der BRSF können wahrscheinlich hunderttausende Deutsche von Sozialabgaben leben wahrscheinlich oder von Bürgergeld, dass die BRSF damit finanziert.

01:00:37: Und das finde ich wird immer so einseitig beleuchtet.

01:00:39: Natürlich ist finde ich auch ein linker Gedanke.

01:00:42: Auch immer ein wichtiger Gedanke, aber auch genauso sind konservative Gedanken wichtig für einen allgemeinen politischen System.

01:00:48: Wo wären wir denn gelandet, wenn alle nur konservativ oder links oder nur eine Richtung denken, es macht die Vielfalt.

01:00:53: Aber jetzt,

01:00:56: jetzt nehmen wir da unser eben skizziertes Quadrantenmodell, nicht bezogen auf den Job, sondern auf die jeweilige Person.

01:01:02: Ob jemand motiviert ist oder zufrieden ist, kannst du weder beeinflussen, wenn du ein erfolgreicher Unternehmer bist, noch wenn du keiner bist.

01:01:11: Dafür ist jeder selbst verantwortlich.

01:01:14: Und wenn einer Neid gegenüber anderen hat, dann ist das seine ganz alleinige Entscheidung.

01:01:21: Und dementsprechend habe ich für mich irgendwann einen Haken daran gemacht.

01:01:26: Ich kann andere Menschen weder motivieren von außen.

01:01:29: Noch kann ich deren Zufriedenheit bestimmen.

01:01:31: Ich kann mit ihnen darüber sprechen, was die Gründe und so weiter dafür sind.

01:01:34: Und kann mir gewisse Aspekte dann eventuell rausziehen, um mit der Person daran arbeiten.

01:01:39: Aber von dem Thema habe ich mich irgendwann komplett verabschiedet.

01:01:42: Ganz früher habe ich auch mal gedacht, du kannst andere motivieren.

01:01:44: Das geht aber nicht.

01:01:45: Krass, weil ich bin noch in diesem komplex Modus, schrägstrich Traumamodus, keine Ahnung wie man das jetzt nennt, akut, dass ich das Gefühl habe, ... wenn mir dann unrecht getan wird, dass ich irgendwie keine Ahnung, ein Fatzgewehr oder ... ... dass ich ...

01:02:03: Ganz ehrlich, mache einen Haken dran.

01:02:04: Meine Rede.

01:02:05: Du sagst du echt immer, aber das ist schon schwer.

01:02:07: Zu viele Gedanken

01:02:08: über Kleinstrahl.

01:02:09: Wenn es dann unfair wird, finde ich das dann schon schwer, ... ... muss ich sagen, wenn du auch keine Rechtfertigungsmöglichkeit hast, ... ... wenn dann einfach jemand bestimmt, ... ... so sehe ich das und so ist es, ... ... aber wahrscheinlich ist es auch scheißegal sein.

01:02:18: Ja, aber

01:02:19: indirekt willst du ja ... ... eigentlich in den Kopf der anderen Person rein, ... ... um ihn nach deiner ... Überzeugung irgendwie umzutrehen oder oder oder das das in eine bestimmte Richtung zu lenken.

01:02:32: Und wenn die Person das nicht will, egal ob sie positive oder negative Gedanken hat, schaffst du das sowieso nicht.

01:02:38: Und das ist auch irgendwie... Menschen

01:02:40: denken, was sie eben denken.

01:02:40: Ja,

01:02:41: sie denken, was sie denken.

01:02:42: Und du kannst nur dein Ding machen.

01:02:44: Auswandern.

01:02:44: Und nimm

01:02:45: die, nimm die, die deinen Weg gut finden und damit gehen.

01:02:49: Das ist viel, viel schöner, als sich mit denen zu beschäftigen, die dann Probleme haben.

01:02:53: Deswegen

01:02:53: find ich, macht es ja immer wenig Sinn, mit Mitarbeitern über was zu diskutieren.

01:02:58: Wenn du sagst, okay, wenn du sagst, ich finde, das sind das so und so, dann wird da immer ein Gegenargument haben.

01:03:03: Was ich sehr gerne mache, ist wirklich ein knartes Feedback Gespräch.

01:03:07: Das heißt, ich mache jetzt mit dir ein Feedback, ich setze mich hin und sag dir einfach, was ich von deren Deaktion halte.

01:03:14: Und du darfst nicht darauf antworten.

01:03:16: Du musst es einfach anhören.

01:03:18: Weil das ist das, was ich denke.

01:03:20: Du wirst immer ein Gegenargument für alles finden.

01:03:22: Aber so kommst du in der Situation auf mich rüber.

01:03:25: Das ist wahnsinnig schwer auszuhalten, wenn man das mal ausprobiert, ist aber extrem effektiv.

01:03:31: Effektiv für was?

01:03:32: Dass der andere weiß, was du von ihm denkst.

01:03:35: Und wenn er schlau genug ist, nimmt er das mit und reflektiert es dann für sich.

01:03:39: Weil wenn er nur in der Gegenkonfrontation ist, in der Akkuminationsphase, es lässt das gar nicht wirken.

01:03:45: Aber einfach mal sich anhören, was andere von einem denken oder von der Aktion denken oder sonst irgendwas.

01:03:51: Da gebe ich

01:03:51: dir recht.

01:03:53: Aber

01:03:53: ganz kurz, wir schweifen ab.

01:03:54: Ich würde gerne noch wissen, wie es weitergeht, weil du warst ja nicht nur bei der Deutschbank.

01:03:58: Aber ich habe aber.

01:03:59: Wo bist du dann nachhin?

01:04:00: Danach bin ich von der Deutschen zur BW Bank.

01:04:04: Warum?

01:04:04: Stuttgart.

01:04:06: Ja, das war zwei Tausend Fünfzehn.

01:04:09: Und damals war der eben jetzt schon mehrfach zitierte Anjou Jane zusammen mit Jürgen Fitschen in der Doppelrolle als Vorstand der Deutschen Bank.

01:04:21: Die beiden gemeinsam waren eben Co-CEOs.

01:04:24: Und die sind dann zwei Tausend Fünfzehn auf Wunsch des Aufsichtsrates dann aus dieser Rolle herausgegangen.

01:04:33: Und es kam mit John Crine, der erste, zumindest so lange ich dort war, der nicht in der deutschen Bank groß geworden ist oder der in der deutschen Bank gewechselt

01:04:41: war.

01:04:41: Wo hat denn die denn her?

01:04:42: Wie kam die für

01:04:43: dich?

01:04:43: Der kam aus dem Aufsichtsrat.

01:04:45: Der war damals, auf das Herzvorsitz, der war, glaube ich, nicht, der war im Aufsichtsrat und wurde dann aus dem Aufsichtsrat auf den...

01:04:53: Die Angst, dass die zu mächtig wurden, die beiden?

01:04:56: Ne, das ist dann damals die Gründe im Detail waren.

01:04:58: Die haben doch Geld gemacht

01:04:59: ohne Ende.

01:05:00: Kann ich dir heute gar nicht mehr... sagen, aber das war für mich so ein Punkt, wo ich gesagt habe, okay, du bist jetzt hier Deutschlandchef im Wealthmanagement.

01:05:08: Eigentlich wirst du so eine Funktion nicht einfach aufgeben.

01:05:13: Ich war damals gerade fünfzig und dann habe ich irgendwie gedacht, jetzt wird sich hier so viel verändern und willst du jetzt wie?

01:05:21: Wieder diesen ganzen Veränderungszyklus als Fähenlein-Fiesel-Schweifführer von vorne mit anführen.

01:05:28: Oder ist da draußen nicht vielleicht eine Welt, die du bisher immer von dir fern gehalten hast?

01:05:33: Und du guckst noch mal, was da draußen eventuell auch noch auf dich wartet.

01:05:37: Und als ich mit diesen Gedanken schwanger gegangen bin, kam halt wie so oft mal ein Headhunter vorbei.

01:05:43: Der meinte, er hätte ein interessantes Angebot, was ich vorher immer alles abgelehnt habe.

01:05:48: Und da habe ich dann gesagt, okay, das höre ich mir jetzt mal an.

01:05:51: Dann war das die Vorstandsposition bei der BW Bank.

01:05:54: Was sag

01:05:54: ich kurz?

01:05:54: Fehlenlein-Fiesel-Schweif, finde ich gut, dass du das sagst.

01:05:57: Sagt das dir was?

01:05:57: Ja klar.

01:05:58: Wer ist das?

01:05:59: Das kenne ich.

01:06:00: Fehlenlein-Fiesel-Schweif kenne ich von Tick, Trick und Track.

01:06:02: Genau, das ist

01:06:03: der Fahrtfinderverein.

01:06:04: Ja, ist das so?

01:06:06: Ja, das war Fehlenlein-Fiesel-Schweif.

01:06:07: Das kenne ich noch, wo die beiden Onkel Dagobert gewonnen haben.

01:06:10: Ja, genau.

01:06:11: Wie goldig.

01:06:12: Dann bist du BW Bank.

01:06:13: Genau.

01:06:14: Als?

01:06:15: Als Vorstand.

01:06:16: Okay.

01:06:17: Aber komplett anders, oder?

01:06:19: Ja, das war natürlich komplett anders vorher, weil in der Deutschen war ich ja Managing Director.

01:06:24: Das war sozusagen die höchste Funktion oder Titel, den du unterhalb des Vorstandes quasi erreichen konntest.

01:06:32: Und dann habe ich halt gedacht, okay, jetzt mit meinem Werdegang jetzt nochmal die Chance zu haben, Vorstand an der Bank zu werden, das ist schon etwas, was mich nochmal reizen würde.

01:06:45: Und dann hab ich erst gedacht, okay, Stuttgart, aber ich hab Stuttgart kennen und auch lieben gelernt in den fünf Jahren, wo ich da war.

01:06:52: Lieben gelernt?

01:06:53: Und ...

01:06:54: bitte?

01:06:54: Lieben gelernt?

01:06:55: Ja, doch, das hatte schon echt ... Demal sagt ich

01:06:56: so was, dann heißt sie immer, darf man nicht sagen, gib einen Shitstorm, schneiden wir raus.

01:07:01: Also, ich find, es ist okay zu sagen, dass man Stuttgart nicht so geil findet.

01:07:04: Also, sorry, Stuttgarter hat Wanderheim ab, ist auch fein, jeder hat eine Meinung, aber ich find Stuttgart nicht so cool.

01:07:11: Ja, Stuttgart hat echt schöne Ecken, aber gut.

01:07:13: Bitte?

01:07:14: Ja.

01:07:16: Wo?

01:07:16: Wo?

01:07:17: Killesberg, wahrscheinlich das Einzige.

01:07:19: Weniger jetzt vom Stadtbild her.

01:07:21: Aber Stuttgart das Leben findet ja hinter den.

01:07:26: Ah,

01:07:27: du musst mal in Stuttgart wohnen,

01:07:28: um das mitzukriegen.

01:07:29: Ja, das stimmt tatsächlich.

01:07:30: Okay, weil der Stuttgarter auch nur, wenn ich Stuttgarter was

01:07:32: mache.

01:07:32: ... ein Jahr gebraucht, ... ... um das zu verstehen, ... ... weil ich kam da an, ... ... hab gedacht, okay, das ist so wie Frankfurt.

01:07:39: Du gehst halt abends auch in die Restaurants ... ... und triffst dann da die ... ... Gesellschaft und so weiter, ... ... aber weit gefehlt.

01:07:45: Ja, abends zu trifst du mal jemand.

01:07:47: Aber in Stuttgart ist es so, ... ... dass sich die Community ... ... nicht in den Restaurants trifft, ... ... sondern ... ... man lädt ein zum Private Dinner, ... ... man lässt sich dort catern ... ... und dann muss man dazu natürlich ... ... eingeladen werden.

01:07:59: Heidelberg, eins zu eins, klar.

01:08:01: Wir haben so schlechte Restaurants.

01:08:03: Touristenstadt.

01:08:04: Und ich bin erst ein Jahr lang noch gepeddelt, in Frankfurt-Stuttgart.

01:08:08: Und in dem Moment, wo ich dann entschieden habe, ich ziehe nach Stuttgart, ziehe dort eine Wohnung.

01:08:14: Das habe ich dann auch publik gemacht.

01:08:16: Und dann gibt es ja so die zwei Hügel oder Hanglagen.

01:08:20: Das eine ist ja die Gänzeite, das andere ist ja der Killesberg.

01:08:24: Killesberg ist eher so das neue Geld, wie man dann sagt.

01:08:28: Gänzeite ist eher das alte Geld.

01:08:31: Ja, das ist so.

01:08:33: Und dann wurde ich dann halt gefragt, ja, auf welcher Seite der Stadt wohnen Sie denn?

01:08:37: Nein, in der Zeit oder Killesberg.

01:08:40: Und dann habe ich gesagt, ganz einfach, ich wohne im Stuttgart der Westen, das ist mittendrin im Kessel, weil ich will ja mit beiden Seiten Geschäfte machen.

01:08:46: Dann hat ich den Lacher natürlich auf meiner Seite.

01:08:49: Und witzigerweise, ab dem Zeitpunkt wurde ich dann eingeladen.

01:08:54: Vorher hast du gesagt, das ist kein Stuttgarter, den laden wir nicht ein.

01:08:59: Jetzt ist er Stuttgarter.

01:09:00: Wer hat denn kein, von wem reden wir da?

01:09:03: Was ist das für Menschen?

01:09:04: Ja, das sind halt die Unternehmerschaft von Stuttgart.

01:09:08: Alles Automobiles immer, ganz oben, Bosch und so weiter.

01:09:11: Wirklich so, Jungs.

01:09:12: Nein, aber auch wenn der Mikke war ja früher die Graueminenster in Stuttgart.

01:09:17: Wer

01:09:17: ist die berühmteste und krasseste Person, die du je persönlich getroffen hast?

01:09:23: ... und welches die berühmtest und krasseste Person ... ... bei der DOE eingeladen warst.

01:09:27: In

01:09:27: Stuttgart oder generell?

01:09:29: Generell.

01:09:29: Und auch in Stuttgart.

01:09:31: Okay, wir machen genau doppelt.

01:09:32: Also vier Personen jetzt bitte.

01:09:34: Ach du Gott, vier Personen.

01:09:35: Jetzt muss die Frage noch eins sein.

01:09:36: Berühmteste

01:09:36: Person generell.

01:09:37: Also tatsächlich, wir hatten ja eben schon ... ... das Thema, also Angel Jane war schon ... ... wenn ich das jetzt einfach so spontan machen muss, ... ... war schon wirklich eine der größten

01:09:46: Personen ... ... bei der DOE eingeladen warst ... ... in diesem Stuttgarterkreis?

01:09:51: Ja, sagen wir so, ich war eingeladen bei einem... Was ist

01:09:56: der krasseste Person?

01:09:56: Ja,

01:09:57: der Rechtsanwalt, aber wie er sozusagen meinen Tisch-Nachbar war, war der Gründer von den DM-Märkten.

01:10:04: Oh, was?

01:10:05: Dieter Müller?

01:10:06: Nee, Gott, jetzt komme

01:10:09: ich nachher

01:10:10: mit.

01:10:10: Der ist mittlerweile ja leider verstorben.

01:10:12: Und das war für mich so eine Person, so eine Unternehmerpersönlichkeit.

01:10:16: Äh, ähnlich wie der Dieter Schwarz von Niedl.

01:10:20: Der war damals auch jemand, den ich dort kennenlernen durfte, aber zu dem... Du hast

01:10:24: ihn noch persönlich getroffen?

01:10:25: In Dieter Schwarz, ne?

01:10:26: Wie

01:10:26: gibt es da kein... Einfoto gibt es in den Siebzigern?

01:10:27: Was kann der für eine Ausstrahlung?

01:10:31: Er ist eher ein introvertierter Mann, aber wenn du dann auf ihn triffst, hat er eine super Ausstrahlung.

01:10:38: Also das war schon auch, aber der Götz Werner heißt der Götz Werner, der Erfinder und Gründer der DM-Märkte.

01:10:45: Das war schon so eine Unternehmerpersönlichkeit, muss ich sagen, der hat mich echt beeindruckt.

01:10:49: Ja.

01:10:49: Ja.

01:10:50: Und Dieter Schwarz auch, was macht Dieter Schwarz in Stuttgart, ist er da öfters?

01:10:53: Ja, gut, der war halt eingeladen zu einer Veranstaltung und so weiter, da habe ich ihn dann mal... Dass

01:10:58: er da hingeht, ne?

01:11:00: Ja, irgendwo muss er mal hin, ne?

01:11:02: Ja.

01:11:02: Können auch zu Hause bleiben.

01:11:04: Ey krass, ne, ist wirklich krass.

01:11:05: Was

01:11:06: waren die anderen beiden?

01:11:07: Ach, das können

01:11:07: wir jetzt einsparen.

01:11:09: Ich glaube jetzt nicht, dass es die Hörer schafft, interessiert.

01:11:12: Hörerwindenschaft.

01:11:13: Fuck, ich weiß es nicht.

01:11:15: Auf jeden Fall, ja.

01:11:16: Die Person, die unseren Podcast hören.

01:11:19: Das macht mich fattig.

01:11:21: So ist es.

01:11:21: Inklusionssprache, mein Lieber.

01:11:23: Inklusionssprache.

01:11:24: Hier wird keiner ausgelassen.

01:11:26: Äh, keine...

01:11:27: Und nach der Bewegung, was hast du da gemacht?

01:11:29: Niemand

01:11:29: ausgelassen.

01:11:30: Nach der BW Bank wollte ich eigentlich aus privaten Gründen zurück nach Frankfurt und dann baue ich zu dem Zeitpunkt eine direkte Sprung nach Frankfurt möglich und dann habe ich ja.

01:11:45: über mein Netzwerk wurde ich dann halt gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, nochmal zu einer kleinen Bank nach Würzburg zu wechseln.

01:11:53: Dann dachte ich, okay, Würzburg ist auf jeden Fall nur eine Autostunde von Frankfurt weg.

01:11:57: Das guckste dir zumindest mal an.

01:11:59: Und ja, hab dann damals die Eigentümer da kennengelernt und so weiter.

01:12:03: Und hab dann gesagt, ja, okay, zu dem Zeitpunkt hatten die noch vor, eventuell die Bank auch Richtung Private Banking World Management so ein bisschen umzubauen.

01:12:11: Heute haben sie eine etwas andere Geschäftsstrategie.

01:12:14: Und dann hab ich gesagt, okay, dann mach ich erstmal den Schritt von Stuttgart nach Würzburg.

01:12:19: Aber macht das Sinn von etwas dreitausend Leuten unter dir gehabt?

01:12:22: Und gehst dann zu einer kleinen Privatband?

01:12:24: Das hat weniger, was beruflich als Hintergrund gehabt, als wie gesagt privat.

01:12:28: Es gab im Familienumfeld halt ein Krankheitsfall und so weiter.

01:12:33: Und ich wollte einfach näher an Frankfurt wieder dran sein, um auch näher bei der Familie zu sein.

01:12:38: Das war für mich in dem Moment wichtiger, als jetzt da sozusagen... Was trotzdem spannend

01:12:43: war bei einer Privat.

01:12:44: Und sie hat schon alles gegen Deutsche Bank, BW Bank, eine Privatbank, auch mal spannend.

01:12:49: Ja, total, weil ich war ja vorher eben in diesen Großorganisationen.

01:12:53: Deutsche natürlich als der Riesenladen, der er ist.

01:12:57: Die LBWB ist ja auch ein Riesenkonzern mit elftausend Menschen.

01:13:01: Die BW Bank war ja die Tochter davon.

01:13:05: Aber dann auf eine Bank mit zweihundert Mitarbeitern zu gehen, das war schon erstmal ein Kulturschock.

01:13:12: Aber er hat mich ehrlicherweise dann in meinem Unternehmerischen Denken und Handeln nochmal deutlich weitergebracht, weil vorher warst du eher, auch wenn du dann Vorstand warst, eher so ein bisschen apparatschig in so Riesenläden und hier warst du natürlich viel mehr direkt am Geschehen dran, hast auch mehr diese Gesamtsteuerungsthemen mitbekommen, die du vorher eher zugearbeitet hast, weil wir jetzt so eine Gesamtbank gesteuert wurden, habe ich weder in der Deutschen noch in der LBBW.

01:13:43: ... in dem Umfang mitbekommen.

01:13:45: In Teilen vielleicht ja, ... ... aber das habe ich tatsächlich erst so richtig ... ... mitbekommen dann in dieser kleineren Einheit.

01:13:51: Cool.

01:13:52: Jetzt bist du ja bei der Westendbank ... ... und unser Beiratsmitglied.

01:13:56: Wie findest du es mit uns ... ... zu arbeiten?

01:13:58: Was soll er da sagen?

01:14:00: Genial.

01:14:00: Ich

01:14:01: würde jetzt mal gerne ehrliches Feedback.

01:14:06: Ich nicht.

01:14:10: Scheiße.

01:14:11: Der ganze Anfang habe ich gedacht ... Das ist irgendwie crazy.

01:14:17: Wie wir uns erst nach dem ersten Meeting.

01:14:19: Und hat aber

01:14:20: ...

01:14:22: Crazy im Sinne von

01:14:23: ... War der ganz kurz.

01:14:24: Crazy eher wie ein wahnsinniger Wissenschaftler.

01:14:26: Oder Crazy wie ein ... Nichts-Nutz.

01:14:29: Nee, Crazy im Sinne von ... Der Max hat da eine Idee.

01:14:33: Achso,

01:14:33: okay.

01:14:33: Ja, und ... Das ist vielleicht zu dem Zeitpunkt, wo wir uns letztes Jahr kennengelernt haben.

01:14:39: Noch eine fixe Idee.

01:14:40: Aber ... Die Art und Weise ... Wie du jetzt wieder von der Motivation her das Ganze rüber gebracht hast, hat mich schon sehr beeindruckt.

01:14:51: Und dann Carsten eben so als der klassische Unternehmer, so wie ich viele kennengelernt habe, das war, das war schon, das war, natürlich ist der Carsten einmalig, aber jetzt mal sein Unternehmer gehen, nehmend, war das schon irgendwie... Nach dem ersten Meeting, wo ich gedacht hab, muss ich mich erst mal schütteln, was war denn das jetzt?

01:15:11: Aber spätestens nach dem zweiten hab ich dann gedacht, ne, mit den Jungs irgendwie was gemeinsam auf die Beine zu stellen, das wär schon cool.

01:15:18: Das ist jetzt kein Honig um Mundschmerzen, sondern das war tatsächlich

01:15:20: meine Warte.

01:15:21: Das soll auf Wegschmerzen.

01:15:22: Du hättest

01:15:22: auch eingeschützt.

01:15:23: Ja, ja, muss ich sagen.

01:15:24: Alles schon gedacht und gehört, Thomas.

01:15:26: Ja,

01:15:27: du hast mich gefragt.

01:15:29: Aber

01:15:29: warum ist die Westinbank eigentlich nicht im Westin?

01:15:31: Das hat er beim Hendinger Turm.

01:15:33: Ganz einfach, weil das Westend, das kam nicht vom Frankfurter Westend, sondern vom Berliner Westend.

01:15:37: der Name, weil die Bank war ja ursprünglich in Berlin und ist es im Jahr und neunzehnte in Frankfurt umgezogen.

01:15:43: Und da gab's aber den Namen West End schon.

01:15:45: Ich find's heute eigentlich cool, weil jeder fragt mich eher, wo seid ihr denn im West End?

01:15:49: Nee, wir sind in Sachsenhaus.

01:15:49: Das

01:15:50: ist das Problem.

01:15:50: Ich bin erst mal immer durchs West End gefahren, die Bank sucht.

01:15:54: Du bist durchs West End gefahren und hast gerufen, wo ist denn hier die West End Bank?

01:15:58: Genau,

01:15:58: ich hab dich rufen lassen, ich bin ja gefahren.

01:16:00: Stimmt, ich bin oben raus.

01:16:01: West End Bank, wo bist

01:16:02: du?

01:16:03: Du hast frische Luft gebraucht.

01:16:04: Ich mein, fast die.

01:16:05: Ja, genau.

01:16:05: Und von Sachsenhausen ruft er die West End Bank hier.

01:16:07: Hallo!

01:16:09: Du hast eine letzte Frage hast du.

01:16:11: Genau, eine letzte Frage.

01:16:11: Du jetzt wirklich als quasi Mitbegründer des

01:16:15: Wolfmanagements.

01:16:16: Das Geld an links für reiche

01:16:17: Leute.

01:16:18: Hast

01:16:18: du ein paar Tipps, wo du sagst, okay, was ist so das dümmste, was ich machen kann und was ist extrem schlau, was ich tun kann?

01:16:26: Ja, wenn das das dümmste ist, ja immer alle Eier in einen Korb zu legen.

01:16:29: Okay.

01:16:30: Was meinst du da mal?

01:16:31: Ja, wenn du halt sagst, okay, du setzt wie Glücksspiel, du setzt halt nur auf einen Pferd.

01:16:36: Alle Eier in einen Korb zu legen.

01:16:38: Oh mein Gott.

01:16:39: Ja, okay.

01:16:40: Diversifikation.

01:16:41: Du sprichst auf Diversifikation.

01:16:43: Ich wollte jetzt

01:16:43: nicht hier im Bank.

01:16:44: Gemäß Markovitz.

01:16:45: Bank-Chinesisch

01:16:46: sprechen, er hat mich ja gefragt.

01:16:49: Genau.

01:16:50: Okay.

01:16:51: Das würde ich sagen, ist so das dümmste.

01:16:52: Wobei, es gab natürlich auf der langen Wegstrecke auch Menschen, die haben diesen Ratschlag nicht befolgt.

01:17:00: ... haben dann die Lotto-Gewinne auch ... ... aufs Gesteil fährt gesetzt ... ... und haben dann trotzdem ... ... das Lügen gestraft, ... ... aber wenn du das jetzt wieder ... ... über hunderte oder tausend

01:17:09: Euro siehst, ... ... dann ist alles weg.

01:17:11: Genau.

01:17:12: Na ja, wenn du vor zwanzig Jahren ... ... Apple gekauft hast, ... ... zweieinertausend Euro.

01:17:17: Ja,

01:17:17: hinterwährend.

01:17:17: Ja, die Frage

01:17:18: nur vor zwanzig Jahren ... ... wusstest du halt noch nicht, dass Apple ... ... das ist, was es so ist.

01:17:21: Was

01:17:21: ist was Schlaues?

01:17:23: Jetzt sag nicht, die Eiern ... ... verschiedene Körpeln

01:17:25: liegen.

01:17:28: Ja, schlau ist es auf jeden Fall über verschiedene Anlageklassen zu gehen.

01:17:32: Nicht nur in Aktien zu gehen, auch in Immobilien, auch in Unternehmensbetreuung.

01:17:35: Nichts Neues.

01:17:37: Ja, natürlich ist das nichts Neues.

01:17:38: Aber am Ende ist Geldanlage langweilig.

01:17:41: Ja, ist genauso wie Golf.

01:17:42: Die coolste Golfrunde ist eigentlich eine langweilige Runde.

01:17:45: Ja, wenig ausreißen.

01:17:46: Weil

01:17:46: wenn du gut spielst und einfach langweilig deine Nerdys und deine Pass spielst, dann ist es halt eine coole Runde gewesen.

01:17:51: Naja, wenn ich mit zwei unter vom Platz gehe und... Jetzt für den

01:17:55: normalsterblichen, jetzt nicht für jemanden.

01:17:57: Geil, ich finde das immer geil.

01:17:59: Okay, das heißt also ganz simpel.

01:18:01: Einfach gucken, dass man diversifiziert und mal gucken, dass man...

01:18:05: Ja, weil das ist am Ende, du hast mich ja gefragt, was ist schlau?

01:18:08: und ich glaube, wenn ich sehe... Klar, die Menschen haben meistens ihr Vermögen mit ihren Unternehmen gemacht.

01:18:14: Dann sind sie da, irgendwann, weil sie das Unternehmen verkauft haben, dann zu viel Geld gekommen.

01:18:19: Aber wenn sie dann gesagt haben, okay, wir fangen jetzt an, das Wert, was wir hier im Unternehmen geschaffen haben, dann auf verschiedene Anlageklassen zu teilen, sinnvoll aufzuteilen, dann war das meistens die richtige Entscheidung.

01:18:30: Und dann ist es auch so ein bisschen Geschmackssache.

01:18:32: Für den einen ist es mehr die Unternehmensbeteiligung.

01:18:34: Für den anderen ist es ein bisschen mehr die Immobilie.

01:18:37: Aber das sind eigentlich schon die Themen, die man dann halt auch spielen sollte.

01:18:41: Dann kann man immer noch ein bisschen Aktie und ein bisschen Krypto und alles Mögliche machen.

01:18:45: Aber das sind eigentlich so die Themen, die ich über die vielen Jahre gesehen habe.

01:18:49: Letzte

01:18:49: Frage, würdest du heute noch im Film Banker zu werden?

01:18:52: Gute Frage.

01:18:53: Deswegen stelle ich sie.

01:18:54: Bitte?

01:18:54: Der stellt nur gute Fragen.

01:18:56: Ja,

01:18:56: ja, ich weiß.

01:18:56: Ich bin ja Carsten schon ein bisschen.

01:18:58: Bester Frage.

01:18:59: Ja, warum nicht?

01:19:01: Ja?

01:19:01: Ja.

01:19:02: Immer noch ein spannender Job?

01:19:03: Ja, wenn es ist, klar.

01:19:06: ... kommst mit sehr vielen spannenden Menschen zusammen ... ... und wenn das, das ist was du gerne machst ... ... und jetzt nicht selbst Unternehmer wirst, ... ... dann glaube ich ist Banker sein schon, ... ... schon ein sehr spannender Job, ja.

01:19:17: Cool.

01:19:18: Besser, ich sage jetzt nichts.

01:19:22: Thomas Rosenfeld, meine, ... ... meine verehrten ZuhörerInnen.

01:19:27: Fans.

01:19:29: Fans, ja unsere Fans.

01:19:30: Nee, nee, vielen Dank Thomas, ohne Spaß, vielen Dank.

01:19:33: War cool, danke

01:19:33: für deine Zeit.

01:19:34: Ich

01:19:34: konnte dich mal vorstellen, ... ... danke für deine Zeit.

01:19:37: Und ja, vielleicht machen wir irgendwann mal eine komplette Beiratsfolge.

01:19:40: Dann ... guck,

01:19:42: das ist perfekt.

01:19:43: Meine Frau ruft an, weil sie weiß, jetzt ist der Podcast zu Ende.

01:19:46: Podcast

01:19:46: zu Ende, liebe Leute, wir lassen's klingeln.

01:19:48: Day hungry

01:19:48: und ich muss jetzt ran, weil es da klingelt.

01:19:50: hohen von meiner Frau.

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